Osterburg (nm). Ab dem heutigen Montag müssen viele Haushalte in Osterburg und dem gesamten Landkreis damit rechnen, dass Interviewer in Sachen Volkszählung an ihrer Tür klingeln. Denn erstmals seit der Wiedervereinigung werden bundesweit Strukturdaten zur Bevölkerung sowie zu den Wohngebäuden und Wohnungen erfragt, heißt es in einer Pressemitteilung der Einheitsgemeinde Osterburg.

In der Bundesrepublik wird diese moderne Volkszählung als registergesteuerter Zensus durchgeführt. Dazu werden in erster Linie Verwaltungsregister genutzt. Ergänzend findet bei rund zehn Prozent der Bevölkerung eine Haushaltsbefragung statt, für die nach Angaben aus der Osterburger Verwaltung eine Auskunftspflicht besteht. Die per Stichprobe ausgewählten Haushalte werden von sogenannten Erhebungsbeauftragten aufgesucht, die sich in diesen Tagen anmelden werden. "Die Interviewer weisen sich mit einem Ausweis für Erhebungsbeauftragte aus, der durch die Erhebungsstelle Osterburg, einer von insgesamt 37 im Land Sachsen-Anhalt, ausgestellt wurde", informierte Ingelore Dopslaff, Leiterin der Osterburger Erhebungsstelle. "Wenn Einwohner Bedenken haben oder die Identität des Erhebungsbeauftragten anzweifeln, können sie sich an die Erhebungsstelle Osterburg oder an das Statistische Landesamt in Halle wenden", fügte Dopslaff hinzu. Befragungen in Wohnheimen und Gemeinschaftseinrichtungen sollen ebenfalls von geschulten Erhebungsbeauftragten durchgeführt werden. Die Interviewer kommen mit Fragebögen, die 46 Fragen zu persönlichen Daten, zur Ausbildung, beruflichen Tätigkeit und zum Migrationshintergrund enthalten. Mit Ausnahme der Frage zum Glaubensbekenntnis besteht eine gesetzliche Auskunftspflicht.

Neben der Volkszählung gibt es in diesem Jahr auch eine Gebäude- und Wohnraumzählung durch das Statistische Landesamt Halle. Eigentümer bekommen einen Fragebogen zugeschickt, "der per Post zurückgesendet wird, den man aber auch online ausfüllen kann", sagte Dopslaff.