Osterburg (nm). Am Mahnmal für die Opfer des Faschismus auf dem Osterburger Weinberg wurde am gestrigen Sonntag an den 8. Mai 1945 und damit an das Ende des Zweiten Weltkrieges in Europa erinnert. Bürgermeister Hartmuth Raden (CDU) legte um 9.15 Uhr gemeinsam mit Alt-Bürgermeister Werner Baumgart einen Kranz nieder. Nur wenige Minuten später versammelten sich Einwohner aus Osterburg und Umgebung am gleichen Standort, um an einer von der Partei Die Linke organisierten Gedenkveranstaltung teilzunehmen. Die altmärkische Bundestagsabgeordnete Katrin Kunert würdigte den 8. Mai 1945 als Tag der Befreiung und gedachte der zahllosen Opfer des Faschismus. Sie erinnerte zudem daran, "dass von deutschem Boden nie wieder ein Krieg ausgehen darf. Und dass wir aktiv Front und Stellung gegen Neonazis und das Erstarken rechtsextremer Kräfte beziehen müssen." In diesem Zusammenhang bedauerte Kunert, dass Osterburgs Bürgermeister separat einen Kranz am Mahnmal niedergelegt und nicht die von den Linken initiierte Gedenkveranstaltung dazu genutzt habe. "Wir sollten gemeinsam an den 8. Mai 1945 als den Tag der Befreiung erinnern und ebenso zusammen gegen Neonazis Stellung beziehen. Deshalb ist es schade, dass der Osterburger Bürgermeister nicht an unserer Gedenkveranstaltung teilgenommen hat", bedauerte die Bundestagsabgeordnete.

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