Der Plan der beiden Investoren Nancy Zimzik und Christoph Richter, in Osterburg eine neue Pflegeeinrichtung zu bauen, hat eine wichtige Hürde genommen. Der Stadtrat stimmte der Aufstellung eines vorgezogenen Bebauungsplanes zu.

Osterburg. Die Pflegeeinrichtung, die am nördlichen Stadtrand und in Nachbarschaft zum DRK-Altenpflegeheim entstehen soll, dürfte nach den Vorstellungen der beiden Investoren Nancy Zimzik und Christoph Richter hauptsächlich der Betreuung demenzkranker Menschen dienen. 48 Pflegeplätze in Einzelzimmern sind geplant, zudem ist eine Tagesbetreuung für acht bis zehn weitere Personen angedacht. Erfreuliche Auswirkungen soll die Pflegeeinrichtung auch auf den Osterburger Arbeitsmarkt haben: Denn auf dem rund 15000 Quadratmeter großen Grundstück der neuen Pflegeeinrichtung könnten insgesamt 24 Arbeitsplätze entstehen.

Die Mitglieder des Osterburger Stadtrates, die sich während ihrer jüngsten Sitzung einhellig dafür aussprachen, einen vorgezogenen Bebauungsplan für das Gelände aufzustellen, um das Vorhaben genehmigungsfähig zu machen, stehen den Investorenplänen aus mehreren Gründen positiv gegenüber. So sind sich die Stadtpolitiker sicher, dass auch in der Region Osterburg die Nachfrage nach Betreuungsangeboten für an Demenz erkrankte Menschen weiter ansteigen werde. Der Bau einer entsprechenden Pflegeeinrichtung in der Biesestadt macht nach ihrer Ansicht also Sinn. Und natürlich erhoffen sich die Stadträte mit ihrer Unterstützung, dass die von den beiden Investoren angekündigten 24 neuen Arbeitsplätze in der Pflegeeinrichtung und damit in Osterburg entstehen.

Mit dem Beschluss zur Aufstellung eines vorgezogenen Bebauungsplanes stellten die Osterburger Stadträte die Weichen für die Investition. "Aber eine Garantie, dass das Pflegeheim für Demenzkranke tatsächlich entsteht, ist das natürlich nicht", hatte Bürgermeister Hartmuth Raden während der jüngsten Hauptausschusssitzung eine Frage von Stadtrat Horst Janas (Die Linke) beantwortet. Nach Kenntnis des Osterburger Bürgermeisters wollen die Investoren aber so schnell wie möglich mit der Verwirklichung ihres Vorhabens beginnen. "Zumindest in Sachen Rohbau soll sich noch in diesem Jahr etwas tun", hatte Raden die Mitglieder des Osterburger Hauptausschusses informiert.