Seit wenigen Wochen laufen in Klein Rossau Abwasser-Erschließungsarbeiten. Völlig störungsfrei geht die Maßnahme nicht über die Bühne, waren sich die Rossauer Ortschaftsräte am Montagabend einig. Zufrieden nahmen die Räte dagegen die Ankündigung von Bürgermeister Bernd Drong auf, dass die alte Bahnbrücke noch einmal repariert wird.

Rossau. Die Ortschaftsräte verzichteten am Montagabend während ihrer Zusammenkunft auf ein Dach über dem Kopf. Ihre Beratung ging auf dem Freizeitgelände an der Biese und damit unter freiem Himmel über die Bühne, "weil ein Tagesordnungspunkt unmittelbar mit dem Ausbaggern der Biese zu tun hat und ich den Räten die Gelegenheit geben möchte, das Gelände selbst in Augenschein zu nehmen", erklärte Bernd Drong. Das vom Ortsbürgermeister angekündigte Thema betrifft den Bereich der Biese, in dem sich der Fluss in zwei Arme teilt. Dort sei ein Ausbaggern des Gewässers bislang nicht möglich gewesen, "weil die dafür benötigte Technik nicht bis an das Ufer heranfahren konnte", sagte Drong. Im Zusammenspiel mit dem Baubetrieb, der gegenwärtig die Abwassererschließung der Ortslage Klein Rossau vorantreibt und der ein Areal zwischen Freizeitgelände und Biese als Lager nutzt, soll das Ufer so weit befestigt werden, dass schwere Technik dort arbeiten kann. "Die Baufirma will dazu Aushub aus den Arbeiten in Klein Rossau verwenden", informierte der Ortsbürgermeister.

Die Räte reagierten zustimmend auf die Ankündigung. Nicht vollends zufrieden sind sie dagegen mit dem Baugeschehen in Klein Rossau. So monierte Drong, dass Fahrzeuge beim Passieren der Baustelle immer wieder auf den Gehweg ausgewichen seien. "Darauf wurde jetzt mit der Sperrung des Bürgersteiges reagiert", sagte der Ortsbürgermeister. Auf Kritik stieß zudem, dass die Baustelle mittlerweile ein Ausmaß von rund 200 Metern angenommen habe, "ursprünglich wurde uns eine Maximal-Ausdehnung von 50 Metern zugesichert", sagte Drong. Am Bautempo selbst hatten die Rossauer aber nichts auszusetzen. Das für den September anvisierte Ende der Arbeiten sei absolut nicht in Gefahr, waren sich die Räte einig.

Im Territorium der Gemarkung Rossau dürfte es in absehbarer Zeit noch eine weitere Baustelle geben. Denn die alte Bahnbrücke soll repariert werden, kündigte Bernd Drong an. Vorgesehen ist, mindestens 15 Bohlen auf der Eisenbahnbrücke auszutauschen. "Klar ist auch, dass die Belastbarkeit der Brücke reduziert wird. Zukünftig ist nur noch eine Gesamtbelastung von maximal 3,5 Tonnen erlaubt", sagte der Ortsbürgermeister.