Die St. Petrikirche Seehausen gehört nunmehr zu den offiziell ausgewiesenen Radwegekirchen am Altmark-rundkurs und am Elberadweg. Dank ehrenamtlicher Helfer kann auch die regelmäßige Öffnung des Gotteshauses für Besucher abgesichert werden. Die entsprechenden Symbole wurden gestern am Sommergitter an der Eingangstür der Petrikirche angebracht.

Von Andreas Puls

Seehausen. "Im vergangenen Jahr wurde an uns von der Evangelischen Landeskirche eine Anfrage gerichtet, ob auch die Petrikirche als Radwegekirche ausgewiesen werden soll und kann. Ein neuer touristischer Flyer mit dem Titel ,Die schönsten Radwegekirchen im Norden Sachsen-Anhalts\' war in Vorbereitung. Zwei wichtige Voraussetzungen dafür waren die Lage der Kirche nahe des Elberadweges beziehungsweise des Altmark-rundkurses und die Absicherung der regelmäßigen Öffnung der Kirche für Besucher. Aber auch andere Forderungen mussten erfüllt werden, wozu beispielsweise Fahrradständer, Bänke oder auch eine Toilette für Besucher gehören. All diese Kriterien erfüllen wir, wobei die Öffnung der Petrikirche nicht mehr wie in der Vergangenheit durch geförderte Arbeitskräfte, sondern durch ehrenamtliche Helfer abgesichert wird", so Pastorin Almut Riemann

Erfreulicherweise hätten sich auf den Aufruf in der Presse hin zahlreiche Seehäuser gefunden, die ab sofort für die Aufsicht in der Kirche sorgen und als Ansprechpartner für Touristen fungieren. "Ihnen allen gilt ein großer Dank. Ohne dieses Engagement hätten wir weder das Signet ,Geöffnete Kirche\' verwenden dürfen, noch wären wir als Radwegekirche eingestuft worden", fügt die Pastorin hinzu. Die Petrikirche ist in der Radlersaison täglich von Montag bis Sonnabend in der Zeit von 10 bis 13 Uhr sowie 14 bis 17Uhr geöffnet. Dafür sorgen unter anderem die ehrenamtlichen Helfer Heike Bernau, Elke Deutsch, Katharina Fischer, Kerstin Heidenreich, Ingrid Höhne, Renate Klein, Cornelia Krainz, Lothar Kraus, Elfriede Laschow, Elfriede Patro, Anja Mersiowski, Linda Nebrich und Friedemann Nitsch sowie die Eheleute Mohr und Grützmacher. Sie treffen sich einmal monatlich, um den Dienstplan zu erstellen.

"Ich freue mich sehr, dass wir nun Radwegekirche sind. Ohne Zweifel ist die Petrikirche ein Besuchermagnet. Die großen Türme locken einfach viele Reisende an. Die Ausweisung ist sicher ein zusätzlicher Beitrag zur Förderung des sanften Tourismus", zeigt sich die Pastorin überzeugt. Insgesamt 13 sehenswerte Kirchen, die allesamt am Elberadweg bzw. Altmarkrundkurs liegen, sind in dem neuen Radwegekirchen-Flyer ausgewiesen und werden vorgestellt. Aus der Verbandsgemeinde Seehausen ist das neben der Petrikirche die Nikolauskirche Beuster.