Solch ein Andrang wie am Sonnabend hatte auf dem Lichterfelder Sportplatz seit Jahren nicht mehr geherrscht. Der Grund: Anlässlich des 100-jährigen Bestehens der Freiwilligen Feuerwehr Lichterfelde wurde in dem Wischedorf der Abschnittsausscheid der Feuerwehren der Verbandsgemeinde Seehausen ausgetragen. Die Organisatoren zeigten sich erfreut über die rege Beteiligung seitens der Brandbekämpferteams, aber auch über den rundum gelungenen Verlauf der gesamten Veranstaltung.

Lichterfelde. Pünktlich um 8.30 Uhr hieß es für die 20 Männermannschaften, zwei Frauenteams und neun Jugendwehr-Auswahlen "Antreten" auf dem Lichterfelder Sportplatz. Die Kameraden wurden unter anderem durch Verbandsgemeindebürgermeister Reinhard Schwarz, den Leiter des Feuerwehrabschnitts Osterburg-Seehausen, Dr. Ringhard Friedrich, und dem Bürgermeister der Gemeinde Altmärkische Wische, Karsten Reinhardt, begrüßt. Willkommen geheißen wurde auch die wettkampferfahrene Männermannschaft aus Eich-stedt, die an dem Ausscheid in Lichterfelde außer Wertung teilnahm.

Um 9 Uhr begannen die Wettkämpfe auf dem von der gastgebenden Feuerwehr Lichterfelde bestens vorbereiteten Sportplatz. Den Teilnehmerrekord stellte mit Abstand die Feuerwehr Beuster auf, die allein mit drei Männerteams antrat.

"Löschangriff Nass" stand für alle Frauen- und Männermannschaften auf dem Programm. Es galt, in möglichst kurzer Zeit die Schläuche fachgerecht an die Motorspritzen anzuschließen, die vorgegebene Wasserstrecke von rund 100 Meter Länge auszulegen und einen auf einem Ständer platzierten Kanister mit dem Wasserstrahl herunter zu spritzen. Jedes Team hatte zwei Durchläufe zu absolvieren. Eine Meisterleistung stellten dabei die Gäste aus Eichstedt auf. Sie schafften (im ersten Durchgang) eine Spitzenzeit von knapp über 22 Sekunden. Zum Vergleich: Die besten Teams aus der Verbandsgemeinde Seehausen benötigten um die 29 Sekunden.

Viel Lob für den Dorfclub Lichterfelde

Neben dem Löschangriff beteiligten sich viele Wehren auch an der freiwilligen Disziplin "Stiche und Bunde". Die Jugendwehren maßen sich im Löschangriff, in der Gruppenstafette sowie in "Stiche und Bunde". Über 20 Kampfrichter bewerteten die Leistungen. Im Mittelpunkt stand natürlich der Löschangriff.

Auf große Anerkennung stieß die Organisation der Veranstaltung. "Die Lichterfelder sind Super-Gastgeber. Es klappt alles bestens - von der Versorgung über die Moderation bis hin zur Beschäftigung der Kinder. Besser geht es nicht", lobte beispielsweise Verbandsgemeindewehrleiter Michael Märten. Was die Vorbereitung betrifft, sind an erster Stelle die Kameraden der Feuerwehr Lichterfelde zu nennen, die viele Stunden Arbeit in die Präparierung des Platzes investierten. Dafür, dass es den Aktiven und Besuchern an nichts mangelte, sorgten vor allem die Akteure des Dorfclubs Lichterfelde. Sie betreuten mehrere Stände, an denen es unter anderem belegte Brötschen, Steak, Bratwurst, Kaffee und Kuchen und sogar geräucherte Forellen gab. Ständig umringt war der Getränkewagen. Vor Ort war zudem die Feuerwehr Seehausen mit der Gulaschkanone. Auch die Kinder kamen bei Spiel- und Beschäftigungsmöglichkeiten auf ihre Kosten.

Am frühen Nachmittag neigte sich der Ausscheid dem Ende entgegen. Höhepunkt des Tages war die Siegerehrung. In der Disziplin Löschangriff Jugend siegte das Team Groß Garz vor der Auswahl Aulosen/Gollensdorf und vor Pollitz. In der Gruppenstafette (Jugend) hatte die Mannschaft aus Aulosen/Gollensdorf die Nase vorn, gefolgt von Neukirchen/Schönberg und Bretsch.

Losenrader Damen behalten Wanderpokal

Beim Löschangriff der Frauen siegte das Team aus Losenrade. Es erkämpfte den Wanderpokal zum dritten Mal in Folge und kann ihn damit behalten. Den zweiten Platz erreichten die Damen aus Drüsedau. Beim Löschangriff der Männer erwies sich die Mannschaft aus Bretsch als besonders eingespielt und holte sich den Siegerpokal Knapp dahinter folgten die Teams aus Schönberg und Losse.

Spannend war die Frage, welche Männermannschaft den Wanderpokal für das beste Gesamtergebnis aus allen Disziplinen erhält. Pokalverteidiger waren die Gastgeber aus Lichterfelde/Wendemark. Die Männer setzten natürlich alles daran, den "Pott" zu verteidigen, mussten ihn am Ende jedoch an die Losser abgeben.

Karsten Reinhard brachte abschließend seine Freude über die gelungene Veranstaltung zum Ausdruck. "Ich finde es toll, dass so viele Kameraden hier zusammengekommen sind und ihre Freizeit opfern, um sich in den Wettkämpfen zu messen, zu trainieren, aber auch gesellige Stunden miteinander zu verbingen." Besonders bedankte er sich beim Dorfclub Lichterfelde für die hervorragende Organisation und überreichte dem Vorsitzenden Jens-Uwe Schneider stellvertretend für alle Vereinsmitglieder einen Pokal.

Die Lichterfelder verbrachten gemeinsam mit Gästen den weiteren Nachmittag noch gemütlich. Zum Kaffee spielte die Feuerwehrblaskapelle Werben auf. Und mit Einbruch der Dunkelheit gab es anlässlich des Feuerwehrjubiläums noch einen Fackelumzug durchs Dorf. Auf dem Sportplatz klang der Abend bei einem geselligen Beisammensein am Feuer aus.

   

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