Osterburg (rf). Weil es nach der Gemeindegebietsreform nur noch neun statt 118 Gemeinden im Einzugsgebiet gibt, ging auch die zweite Mitgliederversammlung des Wasserverbandes Stendal-Osterburg (WVSO) am Mittwochnachmittag in überschaubarer Runde im Seminarraum der Landessportschule Osterburg über die Bühne. Die Ergebnisse, die WVSO-Geschäftsführer Dieter Schröder für das vergangene Jahr vor allem aus kaufmännischer Sicht zu bieten hatte (bis zur Prüfung allerdings noch vorläufiger Natur), ließen keinen Spielraum für große Aufreger.

So verzeichnete der Bereich Trinkwasser im Gegensatz zum ursprünglichen Plan ein leichtes Einnahmeplus von etwa 152000 Euro. Trotzdem gingen die Verbrauchszahlen gegenüber 2009 von 2,252 auf 2,221 Millionen Kubikmeter zurück. Das, so Dieter Schröder, sei weniger der Sparsamkeit der Kunden, sondern vielmehr der anhaltenden Abwanderung geschuldet. Rund 1000 Einwohner büße das WVSO-Einzugsgebiet nach wie vor pro Jahr ein. Bei einem durchschnittlichen Prokopfverbrauch von rund 30 Kubikmetern im Jahr sei die Differenz rechnerisch leicht nachzuvollziehen.

Das Ergebnis im Abwasserbereich hat sich 2010 gegenüber dem Vorjahr, als der WVSO zum ersten Mal ein Plus verzeichnete (wir berichteten), um rund eine Million Euro auf ein Minus von etwa 701000 Euro verschlechtert. Eine Tatsache, die aber niemanden in der Verbandsversammlung erschüttern konnte, weil der Zweckverband 2010 das erste Mal auf die kommunale Umlage von seinen Mitgliedern verzichtete. Da damit gut 1,3 Millionen Euro an Einnahmen weggebrochen sind, fiel das Minus sogar noch vergleichsweise moderat aus. Für den Geschäftsführer ein Zeichen für gutes Wirtschaften und dafür, dass der WVSO auf gutem Weg ist, aus dem Minus bis spätestens 2014 endgültig eine schwarze Null werden zu lassen. Er räumte allerdings auch wiederholt ein, dass dieser Trend ohne die Teilentschuldung durch das Land nicht möglich gewesen wäre.