Ein volles Haus gab es am Sonnabend beim "Tag der offenen Tür" in der Kindertagesstätte "Knirpsenland" in Iden. Kita-Leiterin Liane Gieschler und ihre Mitarbeiterinnen - fünf Erzieherinnen und drei Praktikantinnen - konnten sich über Zuspruch nicht beklagen.

Iden. Nicht nur Eltern, Großeltern und Geschwister der Knirpse, sondern auch interessierte Besucher aus dem Dorf erlebten einen Tag unter dem Motto "Spiel und Spaß im Knirpsenland" und gestalteten ihn mit.

Mit Liedern, Gedichten und kleinen Spielen eröffneten die Kinder den Tag, für den sie gemeinsam mit ihren Erzieherinnen eifrig geprobt hatten. Da waren die Zwerge, die den kleinen Gemüsegarten mit Kohlrabi, Erbsen, Möhren und Radieschen am Haus pflegen, nun aber streikten, weil sie auch mal Zeit für sich haben wollen. Cora Lüders im schwarz-weißen Röcklein und rotem Schnabel watete als Störchin durch die Sümpfe; nahe der Feuerwehr hatte in diesem Jahr ein Storch auf einem Mast Quartier bezogen, der oft die Aufmerksamkeit der Kinder auf sich zieht. Kleine Elefanten mit großen Pappohren stellten sich vor, ein Uhu besuchte die Kita in einem Gedicht. Die Kinder sangen das Lied vom Schneider, der eine Maus fing, dargestellt von Max Feresztyn. Jan Dietzold las die Sage von Till Eulenspiegel, als es dem Narren (Tim Feresztyn) in Osterburg nach einer schlagfertigen Antwort einer Kuhhirtin (Jasmin Gerecht) die Sprache verschlagen hatte. Zum Programmabschluss machte das Publikum noch einmal kräftig mit - schnell wie ein Flieger und stark wie ein Tiger.

Spielerisch ging es weiter. An mehreren Stationen wetteiferten die Eltern mit ihren Kindern, beispielsweise beim Lkw-Rennen, Türmchen bauen mit Bechern und Klötzchen, Torwandschießen, Sackhüpfen. Derweil heizte Sven Kleemeier den Grill an und legte Würstchen und Steaks auf den Rost. Er und andere Vatis wie Andreas Schernikau und Muttis wie Susann Feresztyn, die gemeinsam mit Erzieherin Christine Unger Waffeln backte, und Silvana Schulz, die für den Getränkeverkauf zuständig war, unterstützten die Kita-Frauen bei der Vorbereitung und Durchführung des Besuchertages.

Es sahen sich auch viele Besucher, die die Kindereinrichtung noch nicht kannten, in den Räumen der Einrichtung um. So das junge Paar Marcus Schrödel und Vanessa Reschke. Der junge Mann sagte nach dem Rundgang: "Die Kita ist recht attraktiv. Wir könnten uns vorstellen, unser Kind, wenn wir mal eines haben werden, hier betreuen zu lassen. Die Einrichtung scheint in guten Händen zu sein."

Benjamin Ollendorf und Denise Mikoleit vom Verein "Kinder Stärken" warben als Koordinatoren im Rahmen des Bundesprojektes "Mehr Männer in Kitas" für das von der Stadt Stendal getragene Projekt "Kita sucht Mann". Sie befragten mit Unterstützung von Studentinnen der Fachhochschule Stendal Eltern, wie sie dazu stehen würden, wenn Männer in Kitas als Erzieher arbeiten würden und welche Erziehungsaufgaben Männer übernehmen sollten.

   

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