Düsedau/Meseberg. Auch wenn die Akteure des Mühlentheaters am Sonnabend mit dem Stück des vergangenen Jahres "Meistens kommt es anders" in die neue Spielzeit starteten, war die Auftaktvorstellung etwas Besonderes.

Die wichtigste Neuerung: Die ehrenamtlichen Theaterleute, die ihr Talent nach wie vor leidenschaftlich in den Dienst der Meseberger Bockwindmühle stellen, empfingen das Publikum im neuen Domizil, nämlich im Saal der alten Düsedauer Gaststätte, der sich liebevoll restauriert sowie ländlich geschmückt präsentierte und von Eigentümerin Heike Behrendt noch mit Tischen und Stühlen ausgestattet wurde, damit die Gäste gepflegt einen Imbiss einnehmen, ein Glas Bier oder Wein genießen können. Entsprechend groß war und ist die Freude bei Ensemble-Chefin Heike Rix, die mit ihren Helfern das Motto "sei begeistert, und du wirst begeistert" pflegt.

Die zweite Neuerung: Die Krumker Trommelgruppe um Uwe Pflug stimmte das Publikum im ausverkauften Saal auf den kurzweiligen Abend ein und ließ die Besucher schon mal das rhythmische Klatschen üben. Exotische Klänge, vorgetragen im jamaikanischen Outfit, schienen dafür bestens geeignet. Entsprechend groß war die Begeisterung bei den Gästen, die sich später auf die Bühnenakteure übertrug.

Das Stück hat dank Gesundheitsreform und Pflegestufen auch nach über einem Jahr nichts an Aktualität eingebüßt. Den Hobby-Schauspielern ist es zu verdanken, dass der Zuschauer über das Dilemma noch herzhaft lachen kann, zumal die Komödie nicht nur dem schlitzohrigen Opa (Ingo Schulz) fast im wahrsten Sinn des Worte auf den Leib geschneidert zu sein scheint.

Heike Rix freute sich über einen gelungenen Abend und auch darüber, dass sich die beiden Neuen im Team, Heike Peyer als trinkfeste Nachbarin und Torsten Henschel als Dr. Frank, so gut eingefügt haben. Und nachdem die Proben für das nächste Stück Mitte 2010 neu aufgenommen werden mussten, verspricht Heike Rix für den Herbst die Premiere für eine Nachfolgekomödie.

 

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