Birgitta Wolff, Wirtschaftsministerin von Sachsen-Anhalt (CDU), hat gestern die Süßmost-erei Schulz in Diesdorf besucht. Der Stopp war eine von mehreren Stationen einer Tagestour durch die westliche Altmark.

Diesdorf l Uwe Harms, CDU-Landtagsabgeordneter aus Klötze, hatte eingeladen, und die Ministerin kam. Einen Nachmittag lang tourte Birgitta Wolff, Wirtschaftsministerin von Sachsen-Anhalt (CDU), gestern durch die westliche Altmark, die zugleich Wahlkreis ihres Klötzer Parteikollegen ist.

Nach der Metallbaufirma Nieder in Kusey war die zweite Station der promovierten Wirtschaftswissenschaftlerin dabei die Süßmost- und Weinkelterei Schulz in Diesdorf. Gemeinsam mit Uwe Harms, dem Landtagsabgeordneten Jürgen Stadelmann (CDU) und Landrat Michael Ziche (CDU) kam Wolff dort ins Gespräch mit der Unternehmerfamilie Schulz. Diese konnte trotz eines in den vergangenen Jahren gestiegenen Konkurrenzdrucks im Lebensmittelgeschäft von einer Erfolgsgeschichte berichten: Seit 1935 verarbeite die Diesdorfer Mosterei inzwischen altmärkisches Obst zu Säften und Wein, berichtete Matthias Schulz, Sohn des Inhabers und zugleich Doktorand der Lebensmitteltechnologie an der Technischen Universität Berlin. Erst 2008 habe das Unternehmen die Produktpalette auch mit Wissen aus der Forschung um Obstbrände erweitert - ein Schritt, der dem Familienbetrieb gelang. Heute seien zehn Mitarbeiter in der Firma beschäftigt. Die Erweiterung der Kapazitäten mit einer dritten Presse befinde sich gerade im Bau. Birgitta Wolff zeigte sich in ihren Ansichten bestätigt. "Auch hier zeigt sich, dass wissensintensive Produktion eine höhere Wertschöpfung hat", sagte die Ministerin. Nach dem Zwischenstopp in Diesdorf reiste Wolff zu einem Dialog mit Junioren der Industrie- und Handelskammer ins Salzwedeler Kulturhaus weiter.