Nach mehr als 20 Jahren ziehen Jugendmigrationsdienst und Gesonderte Beratung der Arbeiterwohlfahrt vom maroden Gebäude Am Hafen 11 in neue Räumlichkeiten um. Anschrift ist künftig das Mehrgenerationenhaus in der Sonnenstraße 4.

Salzwedel l Trotz strömenden Regens fahren gestern Vormittag immer wieder die Transporter hin und her. Mitarbeiter und Freiwillige tragen Schränke, Stühle und Elektrogeräte aus dem Stammsitz der Arbeiterwohlfahrt Am Hafen 11. Kurz darauf schleppen sie das Inventar einige Kilometer entfernt die Treppen des Mehrgenerationenhauses hinauf.

Seit einer Woche geht das nun schon so. Und es wird wohl auch noch einige Tage so weitergehen. Denn der Jugendmigrationsdienst (JMD) und die Gesonderte Beratung und Betreuung des Wohlfahrtverbandes ziehen mitsamt ihrer Einrichtung vom alten Barackengebäude nahe der Salzwedeler Innenstadt in neue Räumlichkeiten an der Sonnenstraße 4 um.

Seit 1992 hat die Awo ihren Sitz in dem Haus nahe der Salzwedeler Innenstadt gehabt, erklärte Kerstin Volber, Geschäftfsführerin der Awo-Sozialdienst GmbH, zum Umzug "Doch zuletzt war das Gebäude so marode, dass es für uns nicht mehr tragbar war."

Bei der Suche nach einem neuen Sitz sei die Awo im Mehrgenerationenhaus der Ausbildung und Arbeit GmbH fündig geworden. Für den neuen Standort, den die Awo zur Miete beziehen wird, hätten mehrere Gründe gesprochen: So seien die Räume in einem wesentlich besseren Zustand als Am Hafen. Wo es vorher nur einen Gruppen- und einen PC-Raum gab, stünden der Einrichtung zudem zwei große Gruppenräume zur Verfügung. Schließlich, und das sei eines der gewichtigsten Argumente, liege der neue Sitz nahe am Wohnort vieler Klienten. "Die Lage ist ideal", sagte Volber.

Während der Jugendmigrationsdienst und die Gesonderte Beratung also umziehen, ist der künftige Standort der Drogen- und Suchtberatung derzeit noch unklar. Im Moment seien die Mitarbeiter noch im Gebäude Am Hafen tätig, sagte Kerstin Volber. "Aber auch hier suchen wir zeitnah nach einem neuen Standort", erklärte sie. Wegen der Begrenzung der Räumlichkeiten komme das Mehrgenerationenhaus dafür allerdings nicht in Frage.

Offen ist darüber hinaus auch die Frage, was mit dem Gebäude Am Hafen 11 danach geschehen wird. Haus und Grundstück befinden sich in Besitz der Awo. Über die Zukunft der Anlage müsse der Vorstand entscheiden, sagte Kerstin Volber. Der neue Standort der Awo soll offiziell am Dienstag, 24. September, öffnen.