Mit einem gut besuchten Tag der offenen Tür sind Lehrkräfte und Pennäler der Salzwedeler Comenius-Sekundarschule am Sonnabend in ihr Jubiläumsjahr gestartet. 100 Jahre Schulgebäude an der Neutorstraße werden bis September mit kleineren und größeren Veranstaltungen gefeiert.

Salzwedel. Reges Treiben herrschte am Sonnabend auf den Fluren des altehrwürdigen Comeniusschulgebäudes an der Salzwedeler Neutorstraße. Zahlreiche Besucher nutzten das Angebot des Teams um Schulleiter Norbert Hundt, sich in den Räumen umzusehen.

Für die Bildungsstätte die Werbetrommel rühren und den Startschuss für die Feierlichkeiten zum 100. Geburtstag des Schulgebäudes liefern – das waren die Anliegen des Tages der offenen Tür. "Wir wollen uns öffnen und zeigen, was hier getan wird", sagte Schulleiter Hundt im Gespräch mit der Volksstimme. Das fange bei den jüngst erneuerten sanitären Einrichtungen an und reiche bis zum Leben nach dem Unterricht.

So konnten Interessenten die Unterrichtsräume besichtigen, sich an verschiedenen Stationen ausprobieren, basteln, experimentieren und rätseln. Gleichzeitig präsentierten sich die Arbeitsgemeinschaften der Sekundarschule – angefangen vom Chor bis hin zur "Arbeit für den Frieden".

Pascal Krumbein und Jens-Uwe Strähle präsentierten die eigens zum Geburtstag aufgelegte Schulkleidung mit dem Comeniuslogo. Sweat- und T-Shirts, Kapuzenjacken: "Sieht cool aus und kann man tragen", lautete ihr Urteil.

Schüler der sechsten Klasse, unter anderem Marie-Christine Flemming und David Schmidt, boten gut erhaltene, aber zu Hause ausgemusterte CDs, Spielzeug und Stofftiere im Rahmen eines kleinen Basars an. Mit den Erlösen soll die Klassenkasse aufgebessert werden.

Im Technikraum von Werner Blattner liefen die Computer heiß. An der Tafel hingen die Pläne für die anstehende Neugestaltung der Räumlichkeiten aus. So soll der PC-Raum bald für 24 Schüler nutzbar sein. Derzeit haben nur 14 einen Arbeitsplatz. Gleich nebenan soll ein weiterer PC-Raum entstehen. Und unterm Dach ist die Einrichtung eines Medienraumes geplant. Doch das sind längst nicht alle Bauarbeiten im Schulgebäude. "Die Aula soll renoviert werden", erklärte Norbert Hundt. Die Schule habe ihre Hausaufgaben gemacht und ein pädagogisches Konzept eingereicht. Vom Land sei grünes Licht signalisiert worden. Nun könne der Kreis als Schulträger Mittel beantragen, sagte er. Läuft alles nach Plan, könnten im Frühjahr bereits erste kleinere Bauarbeiten erfolgen. Die Hauptmaßnahme solle dann über die Sommerferien abgewickelt werden.

Biologie- und Chemielehrerin Sabine Kretschmer lud die Gäste in die Fachunterrichtsräume ein. Dort durften die Besucher unter anderem selbst Frischpräparate aus einem Heuaufguss herstellen und Pantoffeltierchen beobachten. Ferner wurden einige mehr als 50 Jahre alte Schätze aus dem Fundus präsentiert. Dazu gehörten ausgestopfte und in Alkohol eingelegte Tierpräparate.

Ulrike Dammert war Sonn-abend "Lehrerin für alles". Eingesprungen für einen Kollegen, sang sie an der Station der Chor-AG Karaoke und stellte parallel dazu die Arbeit der AG "Arbeiten für den Frieden" vor. Justine Sill, Sandra Gießler, Lisa Schulz und Susanne Mackel hatten eine Ausstellung über ihre Aktivitäten vorbereitet, unter anderem im Ghetto Theresienstadt sowie bei der Suche nach jüdischem Leben in Salzwedel.

Im Hintergrund laufen die Vorbereitungen für die Festwoche vom 12. bis 17. September bereits auf vollen Touren. Ein Projektteam ist eingesetzt worden, das neben einem Sommerfest auch den Ball der Ehemaligen organisiert. Für Letzteren wird noch eine Lokalität gesucht, berichtete Norbert Hundt.

   

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