Diesdorf/Dähre (ta). Das einsetzende Tauwetter hat am Silvestertag erneut für Stromausfälle im Altmarkkreis gesorgt. Der Regen brachte in der Nacht zum Freitag Bäume zum Umstürzen, weil sie der Last des nassen Schnees nicht mehr standhalten konnten.

Im Raum Diesdorf-Dähre kam es gegen 3.40 Uhr zur Versorgungsunterbrechung, teilte Corinna Hinkel, Sprecherin von Regionalversorger E.ON-Avacon mit. Nach gut einer Stunde seien alle betroffenen Haushalte wieder am Netz gewesen. Auch im Bereich Nettgau sorgten in den Leiterseilen hängende Äste und durch Bäume zerrissene Mittelspannungs-Freileitungen für einen Stromausfall ab 4 Uhr. Nach anderthalb Stunden waren die meisten Kunden wieder versorgt, berichtete Corinna Hinkel.

In den hiesigen Wäldern stünden hauptsächlich Kiefern, die durch ihre Struktur besonders viel Schnee in der Krone zu tragen hätten. Stellenweise könne man gar nicht so schnell sägen wie die Bäume umknicken, seien sich Avacon-Monteure und Forstarbeiter einig.

Bereits Heiligabend und am vergangenen Dienstag war in mehreren Orten des Altmarkkreises der Strom weg, teilweise sogar mehr als 24 Stunden. Volksstimme-Leser kri- tisierten daraufhin den Ener- giekonzern, zu wenig in die Freihaltung seiner Leitungen zu investieren. Dem widersprach gestern Corinna Hinkel. Es gebe vorgeschriebene Korridore, zehn Meter zu jeder Seite, die von Bäumen freizuhalten sind. Diese Bestimmungen würden auch eingehalten. Aber manch umgestürzter Baum sei höher als zehn Meter gewesen. "Es war einfach eine Extremsituation", sagte die Unternehmenssprecherin, die davon ausgeht, dass sich die Lage entspannt.