Der Neujahrs-Gottesdienst in der Kirche zu Kläden wurde am Sonnabend live im Runfunk übertragen. Pfarrer Peter Michael Schmudde empfand das als große Ehre und besonderes Privileg.

Kläden. Der Neujahrs-Gottesdienst in der Klädener Kirche wurde am Sonnabend live im Rundfunk übertragen. "Es ist das erste Mal, dass ein Gottesdienst unserer Kirchengemeinde im Radio zu hören ist", erzählte Pfarrer Peter Michael Schmudde. Sowieso würden jeden Sonntag aus einer Kirche Predigten bei MDR-Figaro übertragen, erzählte er weiter. Auch die Neujahrs-Gottesdienste sind immer im Radio zu hören. Dass in diesem Jahr die Klädener Kirche ausgewählt wurde, erfüllte Schmudde mit besonderem Stolz. Es sei eine große Ehre und ein besonderes Privileg, erzählte der Pfarrer im Vorfeld der Übertragung. "Deshalb bin ich auch sehr nervös." Das gehe ihm sonst eher nicht so.

MDR-Figaro strahlte vor Beginn der Live-Übertragung aus Kläden eine Reportage über die 620-Seelen-Gemeinde und natürlich ihre Feldsteinkirche aus. Pfarrer Peter Michael Schmudde nutzte die Gelegenheit und warb für die Region. "Ich lade sie in unseren Pfarrbereich ein. Bei der Vielzahl von Feldsteinkirchen können sie sich hier auf eine zweitägige, kunsthistorische Entdeckungsreise begeben", versprach Schmudde den Radiohörern. Zudem erklärte er, dass in der Klädener Kirche neben den Gottesdiensten auch Konzerte und Austellungen stattfinden. "Die Kirche ist die gute Stube von Kläden", sagte Peter Michael Schmudde.

In der Reportage war unter anderem zu hören, dass der Innenraum der Klädener Kirche über einen spätbarocken Kanzelaltar verfügt. Die Gemeinde habe bereits vor der Wendezeit in den 80er Jahren mit viel Eigeninitiative und Ideen ihre Kirche erneuert. "Es soll ein ruhiger Ort sein, wie geschaffen, um das neue Jahr still und lauschend beim Radio-Gottesdienst zu beginnen", sagte die Reporterin.

Rundfunkpfarrerin Mechthild Werner ist seit über vier Jahren für die Auswahl und Organisation der sonntäglichen und zu Feiertagen stattfindenden Live-Übertragungen von Gottesdiensten im Sendebereich des MDR verantwortlich. Sie wurde durch einen Tipp einer Freundin von Pfarrer Schmudde bei einer vergangenen Übertragung auf die Gemeinde aufmerksam. "Da wir in der Region Stendal kaum aus Kirchen gesendet haben, empfand ich Kläden als ideal geeignet", erzählte Werner. So reiste sie schon am Silvestertag mit einem dreiköpfigen Team nach Kläden, um den diesjährigen Neujahrs-Gottesdienst übertragen zu können.

"Wir haben am Freitag um 13 Uhr mit dem Aufbau und den Proben begonnen", erzählte Aufnahmeleiter Stefan Selent aus Berlin. Er habe extra auf eine große Silvesterfeier verzichtet, um mit dem mobilen Aufnahme-Studio nach Kläden zu kommen. "Wir hatten hier eine sehr ruhige Feier."

Ein Blick auf den sehr umfangreichen und sekundengenauen Ablaufplan ließ erahnen, wie groß der Aufwand für eine Live-Übertragung ist. "Bei den Zeiten haben wir nicht den geringsten Spielraum für Verspätungen", sagte Selent beim Abgleich des Ablaufplanes. "Die Übertragung muss pünktlich um zehn starten." Aus diesem Grund versammelten sich auch Mitwirkende und Gäste etwas früher als gewohnt in der Kirche, um sich mit einigen Aufwärm- und Gesangsübungen gemeinsam mit Rundfunkpfarrerin Werner und Pfarrer Schmudde auf den Gottesdienst vorzubereiten.

Der Neujahrs-Gottesdienst startete dann pünktlich und war bedingt durch die Satellitenübertragung mit nur drei Sekunden Verzögerung live im Radio zu hören. Rundfunkpfarrerin Werner begrüßte die Gäste des Gottesdienstes und übergab das Wort an Pfarrer Peter Michael Schmudde, der eine Predigt über Lebenswege hielt.

Zwischendurch ertönte immer wieder Gesang des Klädener Kirchenchores unter der Leitung von Lutz-Ingomar Johns und Musik von dem Bismarker Orchester aller Generationen unter der Leitung von Susanne Reischel, die auch die Orgel spielte.