Salzwedel (ue). Etwa 100 Teilnehmer, überwiegend Frauen, begrüßten Birgit Riehs, Pflegedirektorin des Altmark-Klini- kums, und Dr. Stefan Roth, Ärztlicher Direktor des Salzwedeler Krankenhauses, gestern zum 3. Pflegetag. "Es sind nicht nur Teilnehmer aus unserem Klinikum, sondern auch aus ambulanten und stationären Einrichtungen im Umkreis", sagte Birgit Riehs mit Blick in den gefüllten Sitzungssaal "Stadt Salzwedel" der Kreisverwaltung.

Erstes Schwerpunktthema der Veranstaltung war "respectare" - ein Konzept der respektvollen Berührung in der Therapie. Es gehe darum, wie die Mitarbeiter des Pflegebereiches selbst zu dem Thema Berührungen stehen, wie viel sie zulassen und wo sie Grenzen ziehen wollen, so Annette Berggötz, die dieses Konzept entwickelte. Achtsamkeit, Berührungssensibilität, Beziehungsfähigkeit und Kommunikation, sowohl die verbale als auch die nonverbale, sollen damit gefördert werden. Die gelernte Kinderkrankenschwester aus Karlsruhe war zehn Jahre lang Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Baby- und Kindermassage (DGBM), brachte aus Schweden ein Konzept für Massage im Kindergarten mit und entwickelte dieses für Deutschland weiter.

Ein wenig intuitives, dafür sehr sachliches Thema stand im Mittelpunkt des Vortrages von Uta Hesse. Die Rechtsanwältin aus Halle erläuterte rechtliche Aspekte der medizinischen Dokumentation. "In diesem Bereich gibt es immer wieder Änderungen", erklärte Birgit Riehs die Auswahl dieses Themas.

Antje Siegel reflektierte die Arbeit des Pflegepersonals aus einem völlig anderen Blickwinkel. "Immer das gleiche Theater - Lachen erwünscht" hatte die Logopädin, die im Altmark-Klinikum auch als Klinikclown fungiert, ihren Beitrag überschrieben.

Verfahrensweisen bei Pa- tienten, die hochaufwändiger Pflege bedürfen, war das Thema von Andrea Schröder, Stationsleiterin in Gardelegen, und ihrer Kollegin Sabine Piel aus dem Salzwedeler Haus.

Der Pflegetag wurde vom Altmark-Klinikum gemeinsam mit dem Verband der Bundesarbeitsgemeinschaft leitender Pflegepersonen (BALK) veranstaltet. In diesem Zusammenhang habe im Vorfeld bereits umfangreiche Projektarbeit stattgefunden, berichtete Pflegedirektorin Birgit Riehs weiter. Die entsprechenden Arbeiten seien tags zuvor verteidigt worden.