Ab 1. März wird auf der Friedensstraße zwischen Markt und Hoher Warthe gebaut. Das lange geplante und 345 000 Euro teure Projekt wird mit Mitteln aus dem Städtebausanierungsprogramm, einen städtischen Eigenanteil und Anliegerbeiträgen finanziert. Zweites Großprojekt ist der Ganztagsschulbau. Welche Vorhaben in den Ortsteilen der Einheitsgemeinde anstehen, wird im Rahmen der Haushaltsplanung fixiert.

Arendsee. "Die Ortschaftsräte haben ihre Investitionsvorhaben, die sie aus ihren Rücklagen finanzieren wollen, bereits eingereicht", erklärte Arendsees Bauamtsleiter und Vizebürgermeister Gert Reckling am Mittwoch. Diese Maßnahmen sollen in die Haushaltsplanung für 2011 einfließen.

Das solle auch für die im Januar dieses Jahres neu zur Einheitsgemeinde Arendsee gekommenen Orte Fleetmark, Mechau, Rademin und Vissum gelten. Es gebe erste Kontaktaufnahmen und Vorgespräche mit dem Bauamt der aufgelösten Verwaltungsgemeinschaft Salzwedel Land, um die dort begonnenen oder geplanten Bauvorhaben weiterzuführen.

In Arendsee selbst ist bereits am 1. März Baubeginn an der Friedensstraße zwischen Markt und Hoher Warthe. Dort werden für insgesamt 345 000 Euro die Gehwege neu gepflastert, die Parkplätze erneuert und anders angeordnet, die Beleuchtung erneuert sowie eine neue Regenentwässerung verlegt. "Das Wasser soll versickern. Dazu werden Rohrrigolen eingebaut", so Gert Reckling. Vorgesehen ist, den Abstand der parkenden Autos zu den Häusern zu vergrößern. Die Fahrbahn selbst bleibt zum größten Teil erhalten, wird aber in ihrer Breite auf 6,50 Meter reduziert.

"An der Einengung zur Hohen Warthe allerdings sind die Schäden im Bitumen größer als erst gedacht", schränkte Gert Reckling ein. Dort werde der obere Belag abgefräst. Eine neue Asphaltdecke werde aufgebracht. "In diese Erneuerung wird auch die Einmündung in die Mühlenstraße mit einbezogen." Während dieser Arbeiten müsse der Bereich für den Fahrzeugverkehr gesperrt werden. "Ansonsten ist die Baustelle halbseitig befahrbar."

Die Bäume an dem Straßenabschnitt bleiben erhalten. Das war schon in den beiden Sitzungen des Arendseer Bauausschusses versprochen worden. Daran hatten auch zahlreiche Anlieger teilgenommen. "Ende Januar, spätestens Anfang Februar wollen wir die betroffenen Einwohner zu einer Informationsveranstaltung einladen", kündigte Gert Reckling an. Dabei gehe es um den konkreten Bauablauf, die Kosten und die zu erwartende Kostenbeteiligung in Form von Anliegerbeiträgen.

"Voraussetzung ist, dass Landesbetrieb Haushaltsmittel hat"

In Vorbereitung ist nach den Worten Recklings der weitere Ausbau an der L 1 in der Ortslage, der Friedensstraße zwischen Kreisel und Bahnhofstraße. "Die Ausschreibungen könnten danach Ende 2011 laufen, Baubeginn im Frühjahr 2012 sein", schaute er voraus. "Voraussetzung ist aber, dass der Landesbetrieb Bau in Stendal die nötigen Haushaltsmittel zur Verfügung hat." Der Eigenanteil der Stadt sei gesichert - in Form von Städtebausanierungsgeldern.

Das Großprojekt Ganztagsschulbau laufe nach Plan. Dach, Fenster und Türen seien dicht. "Nächste Woche beginnen die Arbeiten an Heizungs-, Lüftungs-, Sanitär- und Elektroanlagen", so Reckling. Ziel sei die Fertigstellung im Sommer, damit die ersten Klassen auf jeden Fall im neuen Gebäude eingeschult werden können. Rund 3,7 Millionen Euro hoch ist das Investitionsvolumen. 3 Millionen fließen als Fördermittel aus dem EU-Programm zur Förderung des ländlichen Raums.