Gute Stimmung in der Vienauer Feuerwehr: Um den Nachwuchs brauchen sich die Mitglieder in diesem Jahr keine Sorgen zu machen. Vier Neuzugänge gibt es in der Jugendwehr. Mindestens ein Mitglied könnte schon bald als Aktiver nachrücken.

Vienau l Großen Applaus für die Kleinen gab es am Freitagabend im Vienauer Kultursaal. Der Grund: Die örtliche Feuerwehr konnte gleich vier Neuzugänge in ihrer Jugendabteilung begrüßen: Eylin Laeseke (10 Jahre), Charlotte Winsel (10), Lennard Bolle (11) und Emil Kuhfahl (9). Wehrleiter Jens Winsel überreichte ihnen ihre Mitgliedskarten. Glückwünsche gab es auch von Vize-Wehrleiter Martin Fricke, Jugendwehrleiter Patrick Bismark und Ortsbürgermeister Fritz Borchmann. "Den letzten Neuzugang in der Jugendwehr hat es vor drei Jahren gegeben", erinnerte sich Jens Winsel. Damit hat die Jugendabteilung nun zehn Mitglieder und wäre in Zukunft bei Wettkämpfen stärker vertreten, hofft der Wehrleiter.

Die Freude über die neuen Mitglieder hat aber auch einen bitteren Beigeschmack. Die Vienauer Wehr hat innerhalb eines Jahres drei aktive Kameraden verloren. Das jedoch nicht aus Altersgründen, sondern weil alle drei Männer weggezogen sind. Dafür könnte jedoch schon bald mindestens ein Mitglied aus der Jugendabteilung nachrücken und die Wehr mit Erreichen der Volljährigkeit aktiv unterstützen.

Zurzeit zählt die Vienauer Wehr 14 Aktive, 2 fördernde Mitglieder und 6 in der Alters- und Ehrenabteilung. Mit den Löschgruppen Beese, Dolchau und Mehrin sind es sogar 49 Aktive. 2013 mussten die Vienauer zu zwei Einsätzen ausrücken. In beiden Fällen mussten sie umgestürzte Bäume von der Straße räumen.

Wehrleiter Jens Winsel wurde am Versammlungsabend zum Hauptlöschmeister befördert. Vor etwa einer Woche war er mit seinem Stellvertreter Martin Fricke von Einheitsgemeindebürgermeister Karsten Ruth offiziell zum Ehrenbeamten auf Zeit ernannt worden. Dafür gab es für beide von Ortsbürgermeister Fritz Borchmann nachträglich einen Blumenstrauß. "Ich bin froh, dass wir immer wieder Leute finden, die ihre Freizeit opfern, um die Feuerwehr am Leben zu erhalten", sagte Borchmann. Er dankte Jens Winsel für seine andauernde Bemühung, "viel Leben in die Feuerwehr zu bringen". Das gehe aber nur, weil er viel Unterstützung von seinen Kameraden erhält. "Wenn das Interesse nicht da ist, verliert man die Motivation", warnte der Ortsbürgermeister.

Kalbes Stadtwehrleiter Dagobert Scheffschick ließ es sich nicht nehmen, auch dem Arbeitgeber des Wehrleiters zu danken, der große Rücksicht auf Jens Winsels ehrenamtliche Aufgabe nimmt. Es sei nicht leicht, seinen Posten auszuüben, wenn man beruflich eingespannt ist, so Scheffschick. Oft fehlten am Tag die Atemschutzgeräteträger - in der Vienauer Wehr gibt es drei -, die im Brandfall unverzichtbar sind und dann aus den Nachbarorten angefordert werden müssen.

Jugendwehr feiert im Juni zehnjähriges Bestehen

"Was mir besonders gut gefällt, ist, dass die Ehrenmitglieder zu jeder Versammlung kommen", so der Stadtwehrleiter weiter. "Sie kümmern sich immer um die Ordnung im Gerätehaus und unterstützen die Jüngeren."

Die Feuerwehr ist in Vienau eine treibende Kraft. Sie organisiert jedes Jahr kulturelle Veranstaltungen wie das Osterfeuer, Maibaumaufstellen oder Weihnachtsbaumverbrennen. Dieses Jahr kommt sogar noch ein Ereignis dazu: Die Jugendwehr feiert ihr zehnjähriges Bestehen. Dazu ist am 14. Juni eine Festveranstaltung auf dem Sportplatz geplant.

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