Salzwedel war am Freitagabend Station der Buga-Infotour. Erhard Skupch, Geschäftsführer des Zweckverbandes, stellte das Konzept der Schau, die ab April 2015 an fünf Standorten stattfinden wird, vor.

Salzwedel l Bis zur Eröffnung der Buga 2015 sind es von heute an noch 438 Tage. Aber für Erhard Skupch, Geschäftsführer des organisierenden Zweckverbandes, steht heute schon fest: "Diese Bundesgartenschau ist anders".

Seit 1951 gibt es die Buga, alle zwei Jahre fand sie bislang an einem anderen Ort statt, meist am Rand einer größeren Stadt. Das Konzept der Buga 2015 sieht dagegen eine Schau an fünf Orten vor. Als sich die Bürgermeister der beteiligten fünf Städte 2006 trafen, seien sie anfangs keineswegs sicher gewesen, dass ihre Idee den Zuschlag erhalten werde, erinnerte sich Havelbergs Bürgermeister Bernd Poloski in der Alten Münze. Dennoch setzte sich die Idee der fünf Havelanrainer durch. Im November 2007 erteilte die Deutsche Bundesgartenschaugesellschaft den fünf Kommunen den Zuschlag.

Neben der Teilnahme von fünf Orten unterscheide sich die Buga 2015 auch dahingehend von ihren Vorgängern, dass sich die Ausstellungsflächen mitten in den Städten befinden. Die Buga-Organisatoren rechnen nicht nur mit etwa 1,5 Millionen Besuchern, sondern wollen nicht zuletzt auch die Einwohner der beteiligten Städte ansprechen.

Zwischen Havelberg und Brandenburg sind während der 177 Tage andauernden Bundesgartenschau zahlreich wechselnde Ausstellungen zu verschiedensten Themen vorgesehen, die auch die jeweilige Historie der Orte einbezieht. In Amt Stölln beispielsweise, wo einst Otto Lilienthal seine ersten Flugversuche unternahm und heute die "Lady Agnes" genannte IL 62 der Interflug steht, wird daran angeknüpft werden. In Rathenow werden die Buga-Besucher eine spektakuläre, etwa 300 Meter lange Fußgängerbrücke benutzen können.

Für die Hallenausstellungen setzen die Organisatoren auf Höhe statt Breite. In Havelberg werden die Laurentius-Kirche und in Brandenburg die Johanniskirche dafür entsprechend hergerichtet.

Für kleine Besucher sind anspruchsvolle Spiellandschaften geplant, so Erhard Skupch, denn man setze vor allem auf junge Familien, die die Buga-Visite mit einem Besuch in der Region verbinden. Des Weiteren solle es im Rahmenprogramm der Buga etwa 1000 Veranstaltungen geben.

Übrigens, der Kartenvorverkauf startet bereits im April dieses Jahres. Eine Tageskarte berechtigt zum jeweils einmaligen Besuch aller Standorte, auch an verschiedenen Tagen. Im Gegensatz zur Dauerkarte ist sie auch übertragbar. Und bei einem frühzeitigen Kartenkauf gebe es auch entsprechende Rabatte, kündigte Erhard Skupch an.