Salzwedel l Der Landesrechnungshof hat "ausgewählte Maßnahmen der Jugendhilfe und der sonstigen Jugendarbeit" des Altmarkkreises geprüft. Der Bericht kritisiert zwölf maßgebliche Punkte mit verschiedenen Unterkategorien und gibt zugleich Änderungsempfehlungen.

So werden unter anderem frühzeitige ambulante Maßnahmen angemahnt, die ausgabenintensive Hilfen vermeiden helfen. Auch müssten Jugendhilfeplanung und Kontrollprozesse intensiviert werden. Es werde davon ausgegangen, "dass beim Altmarkkreis erst langfristig eine wirklich wirtschaftliche Entwicklung der Jugendhilfeleistungen zu verzeichnen sein wird."

Der Landrat will zu den einzelnen Punkten des Berichtes während der nächsten Kreisausschuss-Sitzung Stellung nehmen. Im heutigen Jugendhilfeausschuss steht das Thema noch nicht auf der Tagesordnung.

Für ihn sei der Bericht ein guter Impuls, sagt der zuständige Dezernent Eckhard Gnodtke. Es gehe schließlich um die "Riesensumme" von knapp 22 Millionen Euro. "Ich denke es wurde eine anständige Arbeit geleistet", betont er. Die kritisierten Dinge nehme der Kreis ernst. Es werde bereits mit einer Erweiterung der Angebote im Bereich ambulante Hilfen gegengesteuert. Als ein Beispiel werden die Familienhebammen genannt.

Zudem sollen der Jugendhilfeausschuss und der Unterausschuss verstärkt an Entgeltvereinbarungen und Leistungsvergaben beteiligt werden. Derzeit werde unter Einbeziehung der Gremien eine neue Jugendhilfeplanung erstellt. "Unterm Strich wird viel gearbeitet und wir nehmen den Bericht als Anregung, wie wir es besser machen können", so Gnodtke.