Kostenvoranschläge für eine Planung für die Sanierung des Liestener Waldbades einzuholen, haben gestern Abend die Mitglieder des Sozialausschusses befürwortet. Hauptamtsleiter Matthias Holz würde dabei auch die Umwandlung zum Naturbad berücksichtigen.

Salzwedel l 400000Euro für die Sanierung des Liestener Waldbades in den Jahren 2015 und 2016 sind eine Zahl, die "aus der hohlen Hand geschossen ist", sagte gestern Salzwedels Hauptamtsleiter Matthias Holz auf Volksstimme-Nachfrage. Es könne mehr sein, es könne auch weniger sein, was investiert werden muss, berichtete er.

Um mit einer festen Größe kalkulieren zu können, schlug Holz im Sozialausschuss vor, ein Planungsbüro mit der grundhaften Analyse zum Waldbad zu beauftragen: "Eine vernünftige Planung ist die Grundlage."

Waldbad öffnet im Juni für Besucher

Er möchte in der Planung nicht nur den Erhalt des Bades in der jetzigen Form berücksichtigt wissen. Ihm wäre auch wichtig, dass der Planer parallel die Kosten für einen Umbau zum Naturbad errechnet. Die Ausschussmitglieder, die sich im Hansezimmer des Rathauses trafen, befürworteten das. Bis zur nächsten Sitzung soll der Hauptamtsleiter schon einmal Kostenvoranschläge einholen.

Sicher ist bereits, dass das Bad in diesem Jahr wieder öffnen wird. Voraussichtlich ab 8.Juni soll dort das Baden möglich sein, informierte der Hauptamtsleiter.

Für dringend notwendige Reparaturen ist Geld im Haushalt eingestellt. Besonders wichtig sei eine neue Chlorgasanlage. Denn derzeit werde dem Wasser zwar Chlor zugesetzt, erklärte Holz, doch eine Durchströmung des Wassers finde nicht statt. Dass die Reparaturkosten geringer ausfallen könnten, als erwartet, hängt mit der Witterung zusammen. Denn bliebe der Winter so mild, werde es weniger Schäden an den Beckenfliesen zu reparieren geben.

Sollte die für dieses Jahr in den Haushalt eingeplante Summe von 135000Euro nicht ausgeschöpft werden, werde dieses Geld nicht verloren gehen, stellte Matthias Holz in Aussicht. Ob die Investitionen eins zu eins auch zu einer Sanierung passe, konnte Holz nicht beantworten. Er vermutete, dass im Fall einer Sanierung intakte Bauteile wiederverwendet würden.

Konzept passt gut zu Zielen der Stiftung

Aufträge kann die Verwaltung erst auslösen, wenn die Kommunalaufsicht des Kreises den Etat genehmigt hat. Die Genehmigung steht noch aus. Bis Ende Mai jedoch sollen die Arbeiten abgeschlossen sein, nach Möglichkeit sogar schon bis zum Volkswandertag, der voraussichtlich im Mai im Waldbad Liesten starten wird.

Während im Sozialausschuss über eine eventuelle Sanierung gesprochen wird, arbeiten die Liestener weiter daran, Sponsoren zu finden, um den finanziellen Aufwand für die Stadt zu minimieren. Mitglieder des Fördervereines wollen dort ein Sport- und Bildungszentrum Liesten-Altmark aufbauen.

Das Konzept hatte Fördervereinsmitglied Harald Bresch den Mitgliedern des Finanzausschusses während einer Sitzung vor dem Jahreswechsel zur Verfügung gestellt. Unter anderem hatte er sich damals optimistisch gezeigt, dass die Stiftung Zukunft Altmark die Bemühungen der Liestener unterstützt. Gestern nun informierte Bresch, dass nach einer ersten Förderung im vorigen Jahr auch für dieses Jahr ein Zuschuss in Aussicht gestellt worden sei. Zahlen nannte er nicht. Seine Hoffnung ist, dass die Liestener in Zukunft noch enger mit der Stiftung zusammenarbeiten werden. Denn seiner Ansicht nach passe das Konzept der Liestener sehr gut zu den Zielen der Stiftung.