Ein Rettungsboot, ein Wassertrampolin und eine Hüpfburg sind Neuanschaffungen der Luftkurort Arendsee GmbH im Strandbad. Damit soll für mehr Attraktivität gesorgt werden. Über Saisonvorbereitung, Haushaltsplanung und Personalprobleme informierte sich der Wirtschaftsförderungsausschuss.

Arendsee l "Wir planen in diesem Jahr mehr Erlöse als 2013 ein", erklärte Sonja Nowak von der Luftkurort Arendsee GmbH am Dienstagabend vor den Mitgliedern des Wirtschaftsförderungsausschusses. Waren es im Vorjahr noch 741 000 Euro, sollen jetzt 780 000 Euro eingenommen werden.

Als Grund gab die stellvertretende Geschäftsführerin die Übernahme der Gastronomie in Eigenregie an. Auf dem Campingplatz werde der Kiosk übernommen, am Strand die Imbissversorgung. Dort solle außerdem der marode und leerstehende Döner-Kiosk abgerissen werden. Wiedereröffnet werde der betriebseigene Verkaufsstand.

"Wir sind eine eingeschworene Gemeinschaft, in der alle alles machen."

Sonja Nowak

"Das erfordert aber auch einen Mehraufwand an Kosten", sagte sie. Der Wareneinsatz machte 2013 noch 28 000 Euro aus, in diesem Jahr dagegen 40 000 Euro. Durch den Einsatz des eigenen Personals erhöhen sich entsprechend die Lohnkosten von 405 000 Euro auf 438 000 Euro.

"Das vorhandene Personal bleibt aber bestehen, Neueinstellungen gibt es keine", machte sie deutlich. Aber für zwei in Rente beziehungsweise ausgeschiedene Mitarbeiter seien wieder Kollegen (Tourist-Information und Campingplatz) eingestellt worden. "Und für notwendige Arbeiten beschäftigen wir Aushilfskräfte, damit sind wir gut gefahren", schätzte sie ein.

Aber ein Problem sei die Überalterung des Personals. Insbesondere für Schwimmmeister und einen der Queen-Kapitäne müsse in den nächsten Jahren nach Ersatz gesucht werden. "Da ist ein schwerer Brocken zu bewältigen", meinte sie. Aber das sei zu schaffen. "Wir sind ja eine eingeschworene Gemeinschaft, in der alle alles machen", blickte sie optimistisch voraus.

"Eigentlich notwendige Investitionen können wir uns aus unserem Haushalt nicht leisten", machte Sonja Nowak auf ein ebenso großes Problem aufmerksam. Es gebe keine erwirtschafteten Abschreibungen. Nur mit Mitteln des Eigenbetriebs seien Vorhaben realisierbar. So müsse das Sanitärgebäude auf dem Campingplatz saniert, ein neuer Zaun installiert und der Rohbau vervollständigt werden.

Einige Neuanschaffungen seien aber möglich, um das Strandbad attraktiver zu machen. So gebe es ein Wassertrampolin, das vor der Seetribüne platziert werden solle, und eine Riesenhüpfburg für Events am Strand. Sie komplettieren das touristische Angebot von Riesenrutsche, Wasserspielgärten und Sprungplattform. "Dringend gekauft werden muss ein neues Rettungsboot, das alte ist seit 1992 im Einsatz und verschlissen", betonte sie.

Bei geplanten Veranstaltungen konzentriere sich die GmbH auf Familien mit Kindern und setze außerdem auf den Mississippi-Dampfer Queen Arendsee, auf dem vier Mottoabende stattfinden sollen (wir berichteten).

Positiv stellte sie das Jahresergebnis 2012 vor, bei der erst erwartete Verluste von 20 000 Euro im Betriebsergebnis nicht eintraten, sondern ein Plus von rund 4000 Euro verzeichnet wurde. "2013 gab es ein kleines Minus, das sich aber nach der noch ausstehenden Endabrechnung noch verringert", kündigte sie an.

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