Der Status Luftkurort ist Arendsee auch für die kommenden zehn Jahre gesichert: Der Deutsche Wetterdienst bewertete die abgelieferten Messdaten mit "gut". Nun fehlt nur noch die offizielle Urkunde vom Landesverwaltungsamt für den staatlich anerkannten Titel.

Arendsee l "Das amtliche Gutachten des Deutschen Wetterdienstes Potsdam bescheinigt uns mit 11 von 12 Punkten die Bewertung ,gut`", informierte Arendsees Bürgermeister Norman Klebe die Mitglieder des Stadtrates. Damit werden die nachgewiesenen lufthygienischen Voraussetzungen für die Weiterführung des Status´ als Luftkurort erfüllt.

Ein Jahr lang waren zwischen Dezember 2012 und Dezember 2013 durch die Mitarbeiter des Wirtschaftshofes die notwendigen Daten an den drei Messstationen im Stadtgebiet erfasst worden. An der Mutter-Kind-Kurklinik, am Obelisken am Stiefelknecht und auf einem Seegrundstück an der Töbelmannstraße entnahm der Verantwortliche Uwe Niemtschke jeden Freitag die Datenträger und schickte sie an die Abteilung Klima- und Umweltberatung beim Wetterdienst weiter.

Die Luftproben wurden dann auf grobe Staubteilchen, auf schwarze Grobstaubpartikel, auf Blütenpollen und auf den Gehalt an Stickstoffoxid untersucht. Schwarzer Grobstaub entsteht vor allem durch den Fahrzeugverkehr, durch den Abrieb der Autoreifen und des Fahrbahnasphalts, aber auch beim Heizen mit Holz und Kohle.

Stickstoffoxid gelangt durch die Autoabgase und durch das Heizen im Winter in die Luft. Das Gas kann in höheren Konzentrationen den Atemwegen schaden.

Die vorliegenden Unterlagen weisen nach, dass die für den jeweiligen Ortsbereich geltenden Richtwerte an allen drei Standorten eingehalten werden. Am Obelisk enthielt beispielsweise ein Kubikmeter Luft wegen des Verkehrs im Kreisel 11,5 Mikrogramm Grobstaub, erlaubt sind 28 Mikrogramm.

"Die Wetterdienstdaten samt Urkunde schicken wir jetzt ans Landesverwaltungsamt und erwarten von dort die weitere Einstufung als staatlich anerkannter Luftkurort", so Klebe. Die letzte amtliche Urkunde seit bereits im Dezember 2002 überreicht worden. Die gelte eigentlich immer für zehn Jahre. In der Zwischenzeit müssen die guten bioklimatischen Bedingungen alle fünf Jahre nachgewiesen werden. "Im Vorfeld der umfangreichen Messungen hat ein Vertreter des Wetterdienstes den Ort in Augenschein genommen und die Standorte zur Messung ausgewählt", so Klebe.

Der Titel Luftkurort berechtige zur Kassierung der Kurtaxe, machte er deutlich. Mit den Einnahmen könne die Infrastruktur, auch für die touristische Nutzung, verbessert werden.

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