Diesdorf l "Mein Wunsch ist es, den Bormannschen Platz aufzuwerten", sagte Bürgermeister Fritz Kloß am Mittwochabend während der Bauausschusssitzung im Diesdorfer Rathaus zum Punkt "Aufbau einer Tourismusinformation". Er stelle sich eine Tafel vor, an der der Ortsplan angebracht werde.

Ergänzt werden könne das Areal durch zwei Bänke als Sitzmöglichkeit, einen Fahrradständer ("Wir haben nicht einen in Diesdorf", so Fritz Kloß) und einen Brunnen. Einen Wasseranschluss habe er schon vorsorglich in diesen Bereich legen lassen, merkte er an. Ausschussvorsitzender Daniel Rieck schlug vor, einen Grundriss der Fläche aufzuzeichnen und gemeinsam zu schauen, wie das Gewünschte am besten angeordnet werden könne.

Der Hohengriebener Gerhard Schulz, der als Gast an der Beratung teilnahm, warf ein, dass sich die wenigsten Touristen aufgrund einer Schautafel im Zentrum des Dorfes in den Ort locken ließen. "Mir fehlt ein Konzept für den Flecken, wie Besucher angelockt werden sollen", machte er deutlich. Der Internetauftritt des Fleckens Diesdorf sei schlecht. Als aktueller Termin werde auf die 900-Jahr-Feier hingewiesen: Diese sei allerdings schon im Juni 2012 gefeiert worden. Verweise auf Übernachtungsmöglichkeiten seien gar nicht enthalten. Es gebe zwar eine Information zum Thema Hünengräber, aber kein Foto dazu, nannte er einige Dinge, die ihm beim Betrachten aufgefallen seien. "Man muss die Leute neugierig machen auf den Ort. Sonst lockt man keinen an", meinte Gerhard Schulz.

Fritz Kloß entgegnete, dass dies einer in die Hand nehmen müsse. Den gebe es derzeit nicht so richtig. Der Hohengriebener entgegnete, dass in der Richtung sicher auch eine Kooperation mit der Verbandsgemeinde und anderen Tourist-informationen möglich wäre. Schließlich würden alle davon profitieren. "Heutzutage sind Links, die von einer Internetseite auf eine andere verweisen, nicht mehr das Problem", machte Gerhard Schulz deutlich. Der Bauausschuss will sich mit der Thematik noch einmal intensiv beschäftigen, sicherte der Vorsitzende Daniel Rieck zu.

Der an den Ortsrändern liegende Müll mache auf Besucher ebenfalls keinen guten Eindruck, merkte Ausschussmitglied Matthias Nieschlag an. Er schlug vor, das Rasthäuschen im Wohld in Richtung Dähre etwas weiter zum Wald hin zu rücken. "Wenn es von der Straße aus nicht gesehen wird, kommt dort vielleicht auch nicht so viel Unrat zusammen", meinte er. Den Unterstand würden Radler auch an anderer Stelle finden.