Stephan Herting aus Dähre ist von den Lesern mit 49,2 Prozent aller abgegebenen Stimmen zum "Salzwedeler des Jahres 2013" gekürt worden. Gestern Abend wurde er im "Schwarzen Adler" in Stendal geehrt. Nachfolgend die Laudatio.

Stendal/Dähre l "Er ist immer da, wenn er gebraucht wird": Diese lobenden Worte finden die Bewohner der Gemeinde Dähre und darüber hinaus, wenn sie von Stephan Herting reden. Doch viel Aufhebens macht der junge Mann über seinen Einsatz nicht, wiegelt eher ab, wenn ihm gedankt wird. Denn unser "Salzwedeler des Jahres 2013" gehört zu den eher Stillen. Für ihn ist es ganz selbstverständlich, in seiner Freizeit aktiv mit anderen anzupacken und für andere dazusein. Und das hat unserem Preisträger unendlich viele Sympathiepunkte eingebracht - und damit unangefochten den Spitzenplatz bei der Abstimmung, die im Januar erfolgt ist.

Derzeit übt Stephan Herting fleißig für die Auftritte der Prinzengarde zum bevorstehenden 60. Geburtstag der Karnevalsgesellschaft Rot-Weiß 54 Dähre, die Ende Februar beginnen. Da heißt es nicht nur, exakt in der schicken Uniform marschieren zu können, sondern den Besuchern ein unterhaltsames Programm zu bieten.

Unser "Salzwedeler des Jahres 2013" ist mit viel Eifer dabei, um gemeinsam mit anderen Karnevalisten ein Schauspiel einzustudieren, das nicht nur zum Hinschauen verführt, sondern ebenso zum Schmunzeln animiert.

Nach den närrischen Tagen steht die nächste Herausforderung an: Ein Förderverein für das Dährer Waldbad soll gegründet werden. Das ist der Auftrag von Bürgermeister und Gemeinderat. Denn nur unter dieser Voraussetzung will die Gemeinde die Freizeitstätte in den nächsten Jahren weiter öffnen, solange es finanziell möglich ist. Die grüne Oase am Rande der Gemeinde möchte Stephan Herting nicht missen. Schließlich kennt er diese schon von Kindheitstagen an, weiß, wie gut man sich dort erholen und natürlich auch schwimmen kann. Der Dährer bringt sich während der Sommersaison deshalb schon seit Jahren nach Arbeitsschluss und an den Wochenenden aktiv mit ein, als wenn es das Selbstverständlichste der Welt wäre. Wenn helfende Hände bei den Arbeitseinsätzen gebraucht werden - er ist immer dabei. Wird Grillgut aufgelegt, um Besucher einer Veranstaltung zu sättigen - er wendet Würstchen und Steaks so oft, bis sie allen munden.

In beiden Bereichen engagiert er sich gern. Doch wenn die Sirene in seinem Heimatort heult, dann lässt der Dährer den Säbel oder die Grillzange sofort fallen und eilt - meist mit dem Fahrrad - zum Gerätehaus. Denn als Aktiver der freiwilligen Feuerwehr will er mit anpacken, wenn Hilfe gebraucht wird. Da geht es um Menschenleben, um Eigentum, das es zu schützen gilt. Stephan Herting versucht ebenso wie die anderen Kameraden, die oftmals geübten Handgriffe im Notfall abzurufen, damit Schlimmeres vermieden werden kann. Er tut es einfach, er spricht nicht darüber. Und das macht ihn so unersetzbar.

Wir danken Stephan Herting, dem "Salzwedeler des Jahres 2013", für sein Engagement.

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