Zur Tourismus-Messe in Berlin startet die Altmark ihre neue Werbung - mit einer grünen Wiese. Wie es danach mit der Kam-pagne weitergeht, ist noch offen.

Altmark/Berlin l Eine grüne Wiese wird bei der Internationalen Tourismus-Börse (ITB) in Berlin für die Altmark werben. Auf dem Stück Roll- oder Kunstrasen steht ein Liegestuhl. Dieser soll Gäste zum Ausruhen und Entspannen einladen. Zwei Frauen verteilen Blumen mit dem neuen Logo - dem "grünen A". So wird die Altmark ihr neues Marketing am Sonnabend, 8. März, am Stand der Landesmarketinggesellschaft präsentieren, sagt Projektleiter Gerhard Faller-Walzer. Nur die Uhrzeit steht noch nicht fest.

"Das ist nicht 08/15. Bei der Flut von bunten Bildern sticht das Schwarz-Weiß hervor."

Parallel zur ITB startet die Altmark eine Plakatkampagne. Besucher der ITB begegnen an Einfallstraßen zur Messe Plakaten vom "einsamen Angler", der Salzwedeler Baumkuchenkönigin und den Gastronomen Bannier am Arendsee.

Zwölf Großflächenplakate werben eine Woche lang in der Hauptstadt. Zwei Motive werden in Magdeburg hängen. In der Altmark ist Werbung mit insgesamt 19 Plakaten geplant. Vier sollen jeweils in Gardelegen und Salzwedel hängen, drei in Osterburg und acht in Stendal.

Außerdem gibt es gratis Postkarten der Altmark zum Mitnehmen. Sie werden in Kneipen und Restaurants unter anderem in Magdeburg und Berlin ausgelegt. Insgesamt sind etwa 20 000 Euro für die Aktionen eingeplant, sagt Projektleiter Gerhard Faller-Walzer. Diese werden noch aus dem Rest des 400000-Euro-Etats der Werbekampagne, von den Landkreisen und der Industrie- und Handelskammer, als Initiatoren der Werbekampagne, bezahlt.

Die Idee, vor dem Berliner Hauptbahnhof inmitten des Betonvorplatzes eine grüne Wiese auszulegen und einen Liegestuhl aufzustellen, bleibt aktuell. "Das ist auch noch im Sommer möglich", sagt Faller-Walzer. Denn noch ist nicht klar, wer sich künftig um das Marketing kümmern soll. Das müssten die Landkreise ebenso entscheiden, wie die Frage nach der weiteren Finanzierung der Kampagne. 300 000 Euro pro Jahr sind dafür die unterste Grenze, meint Bärbel Boy, Chefin der Werbeagentur, die das Konzept erarbeitet hat. Die Landkreise setzen dabei auf die Beteiligung der Wirtschaft und Fördermittel.

Faller-Walzer ist gespannt, wie die Altmark-Werbung bei den Tourismusprofis und Reiselustigen auf der ITB ankommt. "Bisher habe ich viele positive Reaktionen bekommen", sagt er. Zum Beispiel vom Chef des Magdeburger Stadtmarketings.

Während der Grünen Woche warben bereits die Plakate, die für soviel Furore bei den Altmärkern gesorgt hatten. Einigen bemängelten die Slogans, andere störten die Schwarz-Weiß-Motive. "Das ist nicht 08/15. Bei der Flut von bunten Bildern sticht das Schwarz-Weiß hervor", findet Faller-Walzer.

"Wenn man was Ungewöhnliches und Neues macht, ist man immer viel Kritik ausgesetzt."

Mit der Kritik an der Kampagne geht er locker um: "Wenn man etwas Ungewöhnliches und Neues macht, ist man immer viel Kritik ausgesetzt." Und dem Mitarbeiter der Regionalen Planungsgemeinschaft fällt dazu gleich ein Beispiel ein: Viele Pariser haben den Eiffelturm zu Beginn gehasst und als hässliches Monstrum bezeichnet. Heute ist er das Wahrzeichen der Stadt.

Überzeugungsarbeit will auch Agenturchefin Boy leisten. Sie stellt die Altmark-Kampagne am Dienstag, 4. März, in Stendal vor Kommunalpolitikern, Kampagnenteilnehmern und Wirtschaftsvertretern vor.

 

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