Kläden (hrä) l Gestern auf einem Acker hinter Kläden: Ein Masterstudent und ein Techniker der Kieler Albrechts-Uni schieben ein Magnetmessgerät mit fünf GPS-Sonden auf zwei Rädern vor sich her. Auf dem Computerdisplay lesen sie die Daten ab, die per Nano-Tesslar-Wert und Koordinaten ein Graustufenbild vermitteln. "Es ist das erste Mal, dass wir für eine archäologische Grabungsaktion solche Technik zur Verfügung haben", erklärt Grabungsleiter Torsten Müller, der den Auftrag des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologe umsetzt.

"Die Sonden messen den magnetischen Widerstand im Boden, die dann Aufschluss geben über Art und Beschaffenheit", klärt Universitätsdoktorin Jutta Kneisel auf. Um die Genauigkeit der Lage und der Daten überhaupt zu gewährleisten, dürfe das Team kein Metall an sich tragen.

Die Messungen sind die Vorbereitung des Grabungslagers des Vereins junger Archäologen der Altmark im Sommer. "Durch diese Daten können wir eventuelle Fundstellen genau lokalisieren", so Müller. Er rechnet mit Funden aus dem frühen Mittelalter, des 9. und 20. Jahrhunderts. "Einige Keramik fanden wir im Zuge von Leitungsarbeiten der Avacon im Herbst", sagt er. Bei den Grabungen seien Gruben angeschnitten worden, die Aussicht auf mehr machten. Und da laut Ortsarchiv früher schon bronzezeitliche Gräberfelder und Einzelfunde zu verzeichnen waren, solle nun der Sache weiter auf den Grund gegangen werden.