Viel Positives konnte Diesdorfs Wehrleiter Mario Meier bei der Jahreshauptversammlung am Sonnabend berichten. Zahlreiche Ehrungen und Beförderungen wurden vorgenommen. Kritische Worte gab es in Richtung der Verbandsgemeinde (VG).

Diesdorf l Zu 30 Einsätzen mussten die Kameraden der Diesdorfer Feuerwehr im vergangenen Jahr ausrücken. Zwölf Brände mussten gelöscht, 15 Mal technische Hilfeleistung gegeben werden. "Besonders in Erinnerung geblieben sind uns sicherlich die insgesamt drei Hochwassereinsätze in Bömenzien und Kamern. Dort haben wir nicht den Kopf in den Sand, sondern den Sand in den Sack gesteckt", sagte Wehrleiter Mario Meier mit einem Augenzwinkern. Bei Bränden könne man oft noch etwas vom Haus retten, "aber wenn das Wasser kommt, ist alles vorbei", schilderte er.

Die Alarmierung für die Hochwassereinsätze durch die Leitstelle habe nicht immer reibungslos geklappt. "Wir hatten einmal sogar drei Gruppen abmarschbereit. Aber die Leitstelle wollte dann nur eine haben. Das war etwas unverständlich", so Mario Meier.

Spendensammlung für Hochwasseropfer

Neben dem Einsatz vor Ort, sammelten die Diesdorfer Brandbekämpfer aber auch in ihrer Heimat für die Hochwasseropfer. "Die Resonanz war sehr gut. Sogar eine Frau aus Bremerhaven hat, dank unseres Aufrufs über Facebook, etwas geschickt", erinnerte sich der Wehrleiter. Ein VW-Transporter und ein LO voller Spenden konnten schließlich nach Breitenhagen gefahren werden.

Die Ausbildungsabende, die jeweils donnerstags ab 19 Uhr stattfinden, seien relativ gut besucht gewesen. Positiv sei vor allem der gemeinsame Ausbildungsdienst mit den Nachbarwehren abgelaufen. "Das wollen wir in diesem Jahr auf jeden Fall weiter vertiefen", sagte Mario Meier.

Politiker lassen sich entschuldigen

Was die technische Ausrüstung betrifft, sei die Diesdorfer Feuerwehr auf einem sehr guten Stand. "Unsere Technik für technische Hilfeleistungen ist fast ausreichend. Allerdings brauchen wir dringend einen neuen Rettungssatz. Denn unsere Schere hat den technischen Stand von 1987." Die Anzahl der technischen Hilfeleistungen habe in den vergangenen Jahren zugenommen, man habe sich als Wehr auf diese Einsätze spezialisiert. "Doch mit unserer Schere kriegen wir höchstens noch einen Trabi auf", so Meier.

Auch die Diskussionen um einen defekten Schneidbrenner, der in Eigeninitiative wieder einsatztauglich gemacht wurde, und einen Rüstwagen könne er nicht nachvollziehen. "Ich weiß nicht warum, aber in der Verbandsgemeindewehrleitung scheint es einige zu geben, die meinen, dass Diesdorf zu viel hat. Wir haben hier nach der Wende etwas aufgebaut", erklärte Mario Meier.

Als Vertreter der VG war an diesem Abend lediglich Verbandsgemeindewehrleiter Bert Juschus anwesend. VG-Bürgermeisterin Christiane Lüdemann ließ sich ebenso entschuldigen, wie Diesdorfs Bürgermeister Fritz Kloß.

Mehr zur Jahreshauptversammlung der Diesdorfer Feuerwehr lesen Sie in einer der nächsten Ausgaben.