An der Lüneburger Straße sollen noch in diesem Jahr 15 barrierefreie Wohnungen entstehen. Der Seitentrakt der einstigen Gaststätte "Zum Goldenen Stern" wird dazu abgerissen und durch ein neues Gebäude ersetzt.

Salzwedel l Noch haben die Arbeiten nicht begonnen. Doch es geht bald los: An der Lüneburger Straße 78 planen die Salzwedeler Unternehmer Thomas Günther und Steffen Coßbau, noch in diesem Jahr ein neues Gebäude mit 15 barrierefreien Wohnungen zu errichten.

Dazu muss allerdings ein Seitentrakt der alten Gaststätte "Zum Goldenen Stern" verschwinden. An seiner Stelle soll anschließend ein neues Gebäude entstehen. "Im März wollen wir mit dem Abriss beginnen", sagte Thomas Günther auf Nachfrage der Volksstimme. Direkt im Anschluss sollen die Arbeiten am Rohbau beginnen. Läuft alles nach Plan, könnten schon Ende des Jahres die ersten Bewohner in das neue Gebäude einziehen. Je nach Fortschritt der Arbeiten sei aber auch ein Bezug ab Frühjahr 2015 denkbar, so Thomas Günther.

Gebäude war schon einmal ein Altersheim

Die geplanten Wohnungen sollen zwischen 60 und 78 Quadratmeter groß sein. In jeder Wohnung werde es Wohnzimmer, Schlafzimmer, Küche, Dusche und WC sowie Flur und eine große Terrasse geben, sagte Günther. Die beiden größten Wohnungen sollen außerdem noch ein zusätzliches Zimmer erhalten. Das obere Geschoss des Hauses soll darüber hinaus über einen Aufzug zu erreichen sein. Auch Stellplätze für die Pkw der Bewohner sind vorgesehen. Zur Investitionssumme wollte sich Thomas Günther nicht äußern.

Anlass für das Projekt ist die Situation des Wohnungsmarktes in der Hansestadt. "Die Nachfrage nach ebenerdigen Wohnungen mit Terrasse ist groß", sagt Thomas Günther. Dies habe den Ausschlag für das Vorhaben gegeben.

Der Gebäudekomplex an der Lüneburger Straße hat eine lange Geschichte. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts errichtet, war er ursprünglich Sitz der Gaststätte "Zum Goldenen Stern", berichtet Salzwedels Stadtarchivar Steffen Langusch. In den 1920er Jahren von einem Rechtsanwalt genutzt, wurde das Objekt ab 1936 zum Altersheim umgebaut. Als solches wurde es bis in die 1970er Jahre hinein genutzt. Zuletzt war das Gebäude bis zum Sommer 2011 Standort der Evangelischen Grundschule "Stephan Praetorius".