Die Zukunft des Kerkauer Jugendtreffs ist bis 2018 gesichert. Der Ortschaftsrat verlängerte den Pachtvertrag für den Richterturm in Lübbars. Dort haben junge Leute um die 20 ihr Freizeitdomizil. In den Arendseer Klub zieht es vorrangig 10 bis 13-Jährige.

Arendsee/Kerkau l "Alles bleibt beim Alten", umriss Kerkaus Ortsbürgermeister Michael Wrana den Stand in Sachen Richterturm Lübbars. Der Ortschaftsrat hatte den Pachtvertrag mit den Jugendlichen um ein weiteres Jahr verlängert. "Insgesamt haben wir die Fläche bis 2018 von dem Landwirt gepachtet", erklärte er. Der mit den Jugendlichen abgeschlossene Vertrag zum Richterturm verlängere sich jährlich, sofern ihn nicht eine der beiden Seiten kündige.

Für monatlich 120 Euro hätten sich die jungen Leute um die 20 verpflichtet, das Objekt in Schuss zu halten und für Ordnung zu sorgen. So hätten sie den Innenraum selbst gestaltet und die unteren Fenster vergittert.

"Einer der Jugendlichen ist unser konkreter Ansprechpartner", so Wrana. In dem Turm haben die jungen Lübbarser und Kerkauer ihren ungestörten Treffpunkt zum Klönen, Musikhören und Feiern. "Bisher gab es keine Schwierigkeiten", schätzte er ein. Wie sich die Sache in vier Jahren darstelle, werde sich zeigen.

Der Verein zur Förderung für berufliche Bildung hat den Vertrag mit dem Arendseer Jugendklubleiter Rico Prohl um ein weiteres Jahr verlängert. Damit ist der Freizeittreff in der Wohnung an der Osterburger Straße weiter geöffnet für jugendliche Besucher. Allerdings zieht es vorrangig Mädchen und Jungen zwischen 9 und 13 Jahren dorthin.

Trägerverein sucht nach Lösung

Betreut werden sie beim Billard-, Dart- oder Computerspielen nicht nur von Rico Prahl, sondern von zwei Bürgerarbeiterinnen. Sie sind auch unverzichtbar beim Nachhilfeunterricht, den der Arendseer Jugendklub anbietet. Auch in Sachen Problemberatung sei der Klub eine beliebte Anlaufstelle für Schüler, hatte Rico Prohl betont.

Die Maßnahme von Karin Gudat und Anja Hallmann läuft allerdings aus. Ab April steht Prohl allein da, unsicher, wie er die Arbeit allein bewältigen soll.

Im Verein zur Förderung der beruflichen Bildung VFB Salzwedel wird nach einer Lösung gesucht. Geschäftsführer Thomas Koberstein war gestern wegen Beratungsmarathons nicht für eine Anfrage zu erreichen. Aber Arendsees Bürgermeister Norman Klebe, dem die Zukunft des Jugendklubs sehr am Herzen liegt wusste, dass es weitergeht. "Entweder mit einer Verlängerung der Bürgerarbeit oder dem Bundesfreiwilligendienst", deutete er an.