Die interne Prinzengala am Sonnabend, der Kinderfasching am Sonntag: Die Karnevalsgesellschaft Rot-Weiß 54 Dähre feierte ihren 60. ausgiebig.

Dähre l "Wer hat den Käse zum Bahnhof gerollt?", "Das ist die Liebe der Matrosen", "Money, Money, Money" oder "Lass` die Leute reden": Das sind nur einige der Erkennungsmelodien, die in den 60 Jahren die Zeit zwischen dem 11.11. und Rosenmontag bestimmt haben. Bei der Prinzengala am Sonnabend schwelgten die Regenten von einst in Erinnerungen. Die Organisatoren erinnerten mit Bildern an die Tollitäten und Lieblichkeiten. Ein herzlicher Applaus galt Friedhilde Petz, die in der Saison 1960/61 als Prinzessin wirkte und den Reigen der Majestäten eröffnen durfte. Dabei wurde sie von Erik Fähse von der Prinzengarde begleitet. Fehlte der einstige Prinz, sprang Julia Winterhoff von der Liebfrauengarde als Begleitung ein.

Die Zeremonienmeister Jens Bock und Torsten Bartel führten durch die Vorstellungsrunde. Dabei gaben sie manche Episode zum Besten. So hatte Albrecht I. Scotland in der Saison 1970/71 gleich zwei Prinzessinnen: Hannelore Bartel und ihre jüngere Schwester Christa. "Meine Schwester war am 11.11. hochschwanger. Da habe ich ihre Rolle übernommen. Für mich als damals 14-Jährige war das gar nicht so einfach", erinnerte sich die "Aushilfsprinzessin", die heute Christa Klonk heißt.

Vereinsvorsitzender Frank-Jürgen Elfert erinnerte an Fritz Loeding und Heinz Dieckmann, die Geburtshelfer der Karnevalsgesellschaft, und Ursula Starke, die manchen musikalischen Part beisteuerte. Der Zusammenhalt im Narrenstaat sei heute noch gut. "Wenn wir füreinander da sind, werden wir noch lange feiern können", sagte er und freute sich über unzählige Gäste. Besonders begrüßte er Rainer Tscherning, der aus der Schweiz angereist war. Dann bat er einige Vereinsmitglieder auf die Bühne. Er ernannte Gerhard Schmidt zum Ehrenmitglied. Dafür gab es einen Apfelbaum als Geschenk. Gedankt wurde auch Schatzmeister Alf Elfert sowie Birgit Schmidt und Uta Bartel, die die Kleinen und Mini-Funken betreuen und dadurch beste Voraussetzungen schaffen, damit der Karneval lange erhalten bleibe. Viel Lob gab es für Karin Grunewald, Reinhard Pankonien, Uta Bartel und Marko Müller, die die Chronik der vergangenen zehn Jahre aufgearbeitet haben. Anika Vierke wurde zur Hofschneiderin ernannt und trägt jetzt den Titel "Anika von der flinken Nadel". Marko Müller erhielt den Fröhlichkeitsorden.

Gestern luden das Kinderprinzenpaar Nils Winterhoff und Sophie Müller sowie das Kindergarten-Prinzenpaar Leo-pold Obermüller und Antonia Riemland zum Karneval für die Jüngsten ein. Der Eröffnungstanz begann gleich mehrfach: Die Narren kämpften mit einem Stromproblem. Dies wird sicher in der nächsten Chronik vermerkt werden.

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Dährer Karnevalswochenende

Dähre (ap). Die Karnevalsgesellschaft Rot-Weiß 54 Dähre feiert ihr 60. Bestehen. Am Freitag gab es beim karnevalistischen Nachmittag ein volles Haus. Am Sonnabend standen die Tollitäten von einst und jetzt im Mittelpunkt: Sie nutzten die Prinzengala, um sich auszutauschen und an vergangene Zeiten zu erinnern. Am Tulpensonntag standen die Jüngsten im Mittelpunkt. Sie feierten ihren Kinderkarneval in der Dährer Turnhalle.