Die Grünen haben ihre Kandidaten für die Kommunalwahlen am 25. Mai nominiert. Allein für den Kreistag treten 16 Kandidaten an. Damit ist die Partei deutlich stärker aufgestellt als beim letzten Wahlgang.

Winterfeld l Die Partei Bündnis 90/Die Grünen schickt 16 Kandidaten ins Rennen um die 42 Mandate des neuen Kreistags. Das haben die Mitglieder der Partei während ihrer Kandidatenkür am Freitag in Winterfeld entschieden.

Überraschungen blieben bei der geheimen Wahl aus. Durchgängig einstimmig wählten die Stimmberechtigten die Personen auf die Listen, die sich zuvor zu einer Kandidatur bereit erklärt hatten. Die Zahl der Nominierten liegt deutlich über jener bei der letzten Kreistagswahl. Damals hatten sich weniger als zehn Personen dem Wahlkampf um ein Mandat im Kreistag gestellt. Vor allem im Süden des Kreises waren grüne Kandidaten für den Kreistag gar nicht vertreten.

Dass sich das geändert hat, ist kein Zufall. Denn die Grünen hatten ihre Listen diesmal auch für Personen geöffnet, die nicht der Partei angehören. Kreisverbandsvorsitzender Martin Schulz sagte dann auch nach der Nominierung: "Wir sind hochzufrieden, dass wir in jedem der sieben Wahlbereiche des Kreises einen Kandidaten haben." Knapp die Hälfte der Nominierten gehöre dabei nicht den Grünen an.

Personell wird mit Ute Feisel (Beetzendorf-Diesdorf) eine Kandidatin antreten, die den Wählern als Mitglied des Kreistages bereits aus der ablaufenden Wahlperiode bekannt ist. Sie ist aktuell zugleich die einzige Vertreterin der Grünen im Gremium.

Dabei soll es nicht bleiben. "Wir hoffen, dass wir bei der nächsten Wahl mehr Sitze bekommen werden", sagte Martin Schulz.

Parallel zur Nominierung der Kandidaten für den Kreistag haben die Grünen am Freitag auch die Kandidaten für die Räte der fünf Kommunen des Kreises - Salzwedel, Gardelegen, Klötze, Kalbe, Arendsee und Beetzendorf-Diesdorf gewählt. Mit Martin Schulz (Salzwedel) oder auch Karl-Heinz Friedrichs (Verbandsgemeinde Beetzendorf-Diesdorf) sind bekannte Gesichter darunter. Aber auch neue Kandidaten wie Christian Franke (Salzwedel) und Margot Göbel (Gardelegen) sind auf den Listen vertreten.

"Wir wollen eine gentechnikfreie Grüne Wiese."

Nicht zuletzt kürten die Parteimitglieder in Winterfeld auch die Kandidaten für die neuen Ortschaftsräte. So treten Grüne in Riebau (Salzwedel), Estedt (Gardelegen), Kalbe, Apenburg-Winterfeld (Beetzendorf-Diesdorf) und Wenze (Klötze) für die Ortschaftsratswahlen an.

In Bezug auf ihr kommunalpolitisches Programm will sich die Partei zwar erst am 28. März festlegen. Einblick in wesentliche Eckpunkte gewährte Landtagsabgeordnete Dorothea Frederking in Winterfeld dennoch. So sprach sie sich gegen die Schließung kleiner Grundschulen, für den Ausbau der B71 mit Ortsumgehungen und gegen der Bau der A14 aus.

Mit Blick auf die Wirtschaft warb Frederking für die Weiterentwicklung der Altmark zur Energieregion. Massentierhaltung und der Verwendung von Genmais in der Landwirtschaft erteilte sie eine Absage. "Wir wollen eine gentechnikfreie Grüne Wiese", so Frederking in Anspielung auf eine aktuelle Werbekampagne.

Die Wähler im Altmarkkreis sind am Sonntag, 25. Mai, aufgerufen, einen neuen Kreistag sowie neue Stadt-, Gemeinde- und Ortschaftsräte zu wählen.