Der CDU-Stadtverband Salzwedel hat am Donnerstag die Kandidaten für die Stadtratswahl bestimmt. Gleichzeitig übte Vorsitzender Peter Fernitz heftige Kritik am Wahlkampf der Hanseaten.

Salzwedel l "Ein richtiger Hanseat würde sich im Grabe umdrehen", sagte Peter Fernitz am Donnerstagabend während der Stadtverbandssitzung der CDU im Eisen-Carl. Die neue Wählergemeinschaft Die Hanseaten würde mit leeren Versprechen und Polemik Wahlkampf machen, ist sich der Vorsitzende sicher.

Die CDU hingegen wolle nicht mit Phantastereien, sondern mit Tatsachen Wahlkampf betreiben. Natürlich decken sich die Ziele der Partei mit anderen Wählergruppen, doch werde die CDU auch erklären, wie etwa der Erhalt des Mehrgenerationenhauses möglich ist.

Viele angeschobene Vorhaben seien unausgegoren. Deshalb werde der neue Stadtrat genauer prüfen müssen, wofür Geld ausgegeben wird. Die CDU wolle dabei mit anderen Fraktionen zusammenarbeiten. "Wir sind nicht gegen etwas, sondern wir wollen etwas für die Stadt tun, und das ist dringendst notwendig", sagte Peter Fernitz.

Eckpunkte des Wahlprogrammes sind während der Versammlung am Donnerstagabend im "Eisen Carl" schon einmal kurz angerissen worden. Die CDU setzt auf Nachhaltigkeit, denn nur so könne die Zukunft der Kinder gesichert werden. Außerdem will sie eine soziale Stadt. Dazu gehört für die CDU das Sichern und Schaffen von Arbeitsplätzen sowie der Erhalt von Schulen und Kindereinrichtungen. Soziale Stadt bedeute auch, Rechte und Pflichten wahrzunehmen.

Weiterhin strebt die CDU eine freundliche, saubere und vor allem sichere Stadt an. Niemand solle Angst haben müssen. Weltoffen und tolerant solle sich Salzwedel präsentieren. Solide Finanzen und gerechte Investitionen sind dem Stadtverband ebenfalls ein Anliegen. Und auch Kultureinrichtungen wie Sportstätten, Musikschule, Märchenpark und die Vereinsarbeit liegen der CDU am Herzen.

Wie die Partei diese Ziele konkret umsetzen möchte, damit wird sich in den nächsten Wochen eine Arbeitsgruppe befassen, die am Donnerstag bestimmt wurde. Außerdem bringen sich dabei die Kandidaten ein, die auf die Liste der CDU gewählt wurden. Insgesamt erhielten 20 Kandidaten die Zustimmung des Stadtverbandes (alle Kandidaten im Infokasten).