Salzwedel (ue). Im Altmarkkreis Salzwedel ist das Futterlager eines Hähnchenmastbetriebes vorsorglich verplompt worden. Darüber informierte Dr. Frieder Oßwald, Leiter des Kreis-Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamtes, auf Volksstimme-Anfrage.

Bereits am Freitag habe es einen entsprechenden Hinweis des Landesverwaltungsamtes aus Halle an die Kreisverwaltung gegeben, dass der Betrieb möglicherweise mit Dioxin belastetes Futter erhalten haben könnte, so Dr. Oßwald weiter. "Wir haben das sofort überprüft. Bei dem Futter handelt es sich um ein sogenanntes Endmastfutter." Damit werden die Tiere erst kurz vor der Schlachtung gefüttert. Letztmalig seien aus diesem Betrieb am 21. Dezember Hähnchen zur Schlachtung geliefert worden. Derzeit habe der Betrieb jedoch Küken eingestallt, so dass das Futter nicht verwendet werde. Das entsprechende Lager sei verschlossen und Proben zur Untersuchung an ein Speziallabor außerhalb von Sachsen-Anhalt geschickt. Mit einem Ergebnis der Untersuchungen rechnet Dr. Frieder Oßwald in etwa einer Woche.

Das Futter stamme ursprünglich vom schleswig-holsteinischen Futtermittelproduzenten Harles und Jentzsch GmbH aus Uetersen und sei über einen weiteren Futtermittelbetrieb im Süden Sachsen-Anhalts in die Altmark geliefert worden. Sollten die Untersuchungsergebnisse dem Futter Unbedenklichkeit bescheinigen, könne der Vorrat wieder freigegeben werden. Anderenfalls müsste das Futter besei-tigt werden. Im betroffenen Betrieb seien derzeit etwa 16 Tonnen eingelagert.

Da die Küken noch einige Wochen benötigen, bis sie ihr Schlachtgewicht erreicht haben, besteht aus Sicht des Amtstierarztes derzeit kein Handlungsdruck.