Salzwedel (ue). Im Sommer bekommen St. Katharinen sowie der Bereich Altensalzwedel/Kuhfelde einen neuen Pfarrer: Dr. Matthias Friske wird die derzeit vakante Pfarrstelle übernehmen. Der 42-Jährige, derzeit noch Pfarrer im Kirchenkreis Uckermark, stellte sich am Sonntagnachmittag während eines Gottesdienstes mit anschließendem Vortrag in der Alten Lateinschule vor. "Ich freue mich, dass Sie so zahlreich erschienen sind, vielleicht ist das hier immer so", begrüßte der in Angermünde Geborene die Gemeindeglieder, wusste das Gelächter als Reaktion auf seine Worte aber humorvoll zu deuten.

Seine Predigt bezeichnete Matthias Friske als "Weihnachtsgeschichte für Fortgeschrittene", sozusagen als Lückenschluss zwischen den Ereignissen in Bethlehem und denen um Ostern in Jerusalem. Als Parallele hatte Matthias Friske Kopien zweier weltberühmter Bilder verteilt, den Fußabdruck Neil Armstrongs und einen der Apollo-11-Astronauten auf der Mondoberfläche. "Das ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein großer Sprung für die Menschheit", hatte Armstrong gesagt, als er die Landefähre verließ. Friske ging in seiner Predigt auf den "großen Sprung" im Leben von Jesus ein, auf die Zäsur der Taufe durch Johannes und den Umzug nach Kapernaum. "Das war der Schritt ins Erwachsenenleben, damit begann sein öffentliches Wirken", resümierte Matthias Friske. Nur hatten diesen "großen Sprung" im Gegensatz zur Mondlandung, die weltweit Millionen Menschen verfolgten, wohl nur die wenigsten bemerkt.

In seine Fürbitte schloss Friske auch die koptischen Christen und die Christen im Südsudan, die derzeit über die Unabhängkeit ihres Landesteils abstimmen, mit ein. An den Gottesdienst schloss sich ein Kaffeetrinken und danach ein Vortrag zum Thema Beheimatung in der Kirche an.

Die anschließende Beratung der Gemeindekirchenräte von St. Katharinen sowie aus Kuhfelde endete mit einem positiven Votum, informierte Dr. Frieder Oßwald, Vorsitzender des Gemeindekirchenrates von St. Katha- rinen. Dr. Friske wird die Pfarrstelle im Sommer antreten, wenn seine beiden Kinder das Schuljahr beendet haben, so Frieder Oßwald weiter.