Mysteriöse Blasen unter Wasser hat Taucher Hans-Henning Schindler im Arendsee entdeckt. Sie steigen vom Seeboden auf. Eine Probe hielt er in einer Plastikflasche fest. Die sollen nun Forscher untersuchen.

Arendsee l Es war am Freitagnachmittag, als Taucher Hans-Henning Schindler bei seinem Tauchgang im Arendsee eine mysteriöse Entdeckung machte: Vom Seegrund in der Nähe des Mahlsteinfundes in zirka sechs Meter Tiefe stiegen massenweise Luftblasen auf. "Dort ist der Untergrund aber nicht weich und modrig, sondern fest, besteht aus Tongestein", beschrieb er.

Da er die Blasen nicht zum ersten Mal im Visier hatte, fotografierte und filmte er sie diesmal. Und weil er außerdem vermutet, dass dahinter mehr steckt als nur einfache Luft, nahm er eine kleine Plastikflasche mit unter Wasser. Die hielt er genau über einen Schwarm Blasen. "Ich habe den Seenforscher Michael Hupfer vom Leibniz-Institut für Gewässerökologie über meine Recherchen informiert und rechne damit, dass er die Probe untersucht", so Schindler.

Von Interesse könne diese Beobachtung aber seiner Meinung nach auch für Geologen sein. Denn: "Seit Jahren habe ich die Veränderungen des Seebodens im Blick", erklärte er. Schon Anfang der 1990er Jahre habe er zahlreiche Absackungen und Verschiebungen dort festgestellt und mit der Unterwasserkamera gefilmt. "Da tut sich eine Menge", weiß der erfahrene Taucher. Ob die Blasen aber tatsächlich von erneuten Bodenbewegungen herrühren, ob gar Vorläufer eines weiteren Seeeinbruchs dahinterstecken, könne er nicht sagen. "Das müssen wirklich Geologen und Archäologen beurteilen", betonte er. Deshalb wolle er auch Verbindung zum Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie aufnehmen.

   

Bilder