Die Unterhaltung des Waldbades Dähre darf nicht vernachlässigt werden. Das war eines der Themen, die bei der Haushaltsdiskussion in Dähre besprochen wurden.

Dähre l Dorlis Reimann, Kämmerin der Verbandsgemeinde Beetzendorf-Diesdorf, hatte hinter der Position Waldbad im Haushaltsentwurf ein Fragezeichen notiert. "Ich hatte angenommen, dass der Förderverein nach der Gründung von der Gemeinde eine feste Summe zur Verfügung gestellt bekommt, mit der er auskommen müsse. Aber dem ist ja nicht so", sagte sie, nachdem sie sich mit Bürgermeister Harald Heuer verständigt hatte. "Der Waldbadverein übernimmt die Aufgaben des Schwimmmeisters und der Kassierung, wir als Gemeinde die Verantwortung", erklärte dieser dem Rat. Denn der neue Verein müsse erst einmal das Laufen lernen.

Harald Heuer verwies darauf, dass dank des Engagements der Bürger und auch des guten Wetters im Vorjahr nur ein Defizit in Höhe von 9500 Euro entstanden sei. In diesem Jahr gehe er von einer etwas höheren Summe aus, da das Wetter nicht planbar sei. Ratsherr Michael Olms kritisierte, dass im Haushaltsentwurf lediglich 500 Euro für die Unterhaltung der Freizeitstätte enthalten seien. "Das reicht nicht. Wir sollten 5000 Euro einplanen und uns zum Bad bekennen", machte er deutlich. Die Ratsleute stimmten dem Vorschlag zu.

Auch das Thema Straßenbeleuchtung sorgte für Diskussionen. Geprüft werden solle, ob alte Lampen durch LED-Leuchtkörper ersetzt werden könnten, hieß es. Ratsherr Jürgen Albrecht bat um die Auskunft, ob in allen Ortsteilen die gleichen Zeiten für die Straßenbeleuchtung gelten. "Mich hat ein Zeitungszusteller angesprochen, dass in Kortenbeck das Licht erst ziemlich spät brennt", machte er deutlich. Jetzt soll in jedem Ortsteil eine Bestandsaufnahme erfolgen, einigten sich die Ratsleute.

Sie stimmten über Zuschüsse für die Vereine ab (siehe Infokasten). In einem Punkt wichen sie davon ab, pro Veranstaltung maximal 150 Euro zuzugeben: Die Karnevalsgesellschaft 54 Rot-Weiß Dähre erhält für ihren 60. Geburtstag 500 Euro. "Bei dem, was die Mitglieder auf die Beine gestellt haben, ist diese Summe gerechtfertigt", machte Ratsfrau Petra Schulze deutlich. Das fand eine Mehrheit.

Nach dem ersten Entwurf weist der Verwaltungshaushalt ein Loch von 91000 Euro auf, das aus der Rücklage gedeckt werden könnte. Im Sparsäckel seien derzeit 335000 Euro, berichtete die Kämmerin.

Fertiggestellt werden sollen in diesem Jahr die Projekte, die im Vorjahr begonnen wurden. Zudem soll der Gehweg in Bonese vom Dorfgemeinschaftshaus in Richtung Schmölau erneuert werden. Auch der Ausbau des ländlichen Weges von Kleistau nach Wendischhorst steht auf der Wunschliste. Allerdings sei das Vorhaben mit einem Sperrvermerk versehen, da noch kein Förderbescheid vorliege, sagte Dorlis Reimann. Ratsherr Holger Dieckmann schlug vor, das Fundament des Gemeindebüros Dähre trocken legen zu lassen.