Ritze. Eine bis unters Dach mit Stroh gefüllte Lagerhalle ist in der Nacht von Freitag zu Sonnabend auf einem Agrargelände zwischen Ritze und Klein Chüden in Flammen aufgegangen. Dabei entstand ein Schaden von mehreren 1000 Euro. Feuerwehrleute ließen die Futtermittel und das aus DDR-Zeiten stammende Gebäude kontrolliert abbrennen. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

Sirenenalarm am Freitagabend um 22.33 Uhr in Salzwedel, Ritze, Groß Chüden, Pretzier und Mahlsdorf: Die Disponenten der Leitstelle schickten die Brandbekämpfer nach Ritze. Beim Eintreffen der ersten Kräfte brannte die etwa 200 Meter von der Ortslage entfernte, abseits der Straße gelegene sowie 60 Meter lange und 15 Meter breite Lagerhalle bereits in voller Ausdehnung. Asbestplatten knallten, der Feuerschein war schon von der Ritzer Brücke auszumachen.

"Als wir ankamen, war vom Dach nichts mehr zu sehen", berichtete Salzwedels Ortswehrleiter Wolfgang Nieswandt, der zunächst den Einsatz der Kräfte koordinierte. Mitten im schwer zugänglichen Gebäudekomplex war Feuer ausgebrochen.

Nicht zum ersten Mal: Nach Volksstimme-Recherchen hat es bereits zum fünften Mal seit 1997 auf dem Areal gebrannt. Dessen Eigentümer und Bewirtschafter sorgten seitdem in regelmäßigen Abständen für Schlagzeilen – sei es durch Ablagerungen toter Schweine ohne Ohrmarken, sei es durch Pläne für die Nutzung, unter anderem als Schlachterei oder Paintballschießanlage.

Feuerwehrleute kühlten eine benachbarte Halle, um ein Übergreifen der Flammen zu verhindern. Das Stroh in der betroffenen Scheune war nicht mehr zu retten. Die Führungskräfte entschieden, die Quaderballen kon-trolliert abbrennen zu lassen.

Die Kräfte aus Pretzier und Mahlsdorf konnten so wieder abrücken. Die Salzwedeler übergaben die Einsatzstelle an die Feuerwehrleute aus Ritze und Groß Chüden – und rückten vor Mitternacht ab. Die Groß Chüdener kehrten kurz vor 1 Uhr in ihr Dorf zurück. Die Feuerwehr Ritze übernahm anschließend die Brandwache, die bis zum Sonnabendmorgen andauerte.

Die Bilanz: Vor Ort waren insgesamt 57 Kameraden der Wehren Salzwedel (5 Fahrzeuge) und Pretzier (2) sowie Mahlsdorf, Ritze und Groß Chüden (je 1).

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