Die Holzpreise haben einen leichten Aufwärtstrend. Das erfuhren die Mitglieder der Forstbetriebsgemeinschaft (FBG) Heidberg am Donnerstagabend während ihrer Mitgliederversammlung.

Siedenlangenbeck l "Die Holzpreise entwickeln sich weiterhin positiv. Für eine gute Qualität gibt es gute Preise", sagte Günther Serien, Vorsitzender der FBG Heidberg, am Donnerstag während der Jahreshauptversammlung im Gemeindehaus Siedenlangenbeck. Für Industrieholz, das im Spanplatten- und Zellstoffwerk gefragt sei, gebe es 23 Euro je Raummeter. Im Vorjahr sei es ein Euro weniger gewesen. Für Schichtholzabschnitte, die für Paletten benötigt werden, würden jetzt 31 Euro je Raummeter, drei Euro mehr als 2013, bezahlt. Bei Langholzabschnitten für Bretter und Leisten würde preismäßig mehr differenziert. Die Spanne belaufe sich zwischen 40 und 65 Euro je Raummeter.

Günther Serien verwies darauf, dass die Mitgliederzahl im Vergleich zum Vorjahr um drei sank. Das sei bedingt durch Verkäufe, den Nichteintritt in die FBG und einen Ausschluss.

Er bedauerte, dass sie Revier-Exkursion im Vorjahr nur von acht Teilnehmern wahrgenommen worden sei. Die Exkursion in den Harz musste sogar mangels Beteiligung abgesagt werden.

Helmut Jachalke, Leiter des Betreuungsforstamtes Westliche Altmark, informierte, dass es jetzt ein Fahrzeug zur Schichtholz-Poldervermessung gebe. Auf diese Weise würde automatisch die Menge ermittelt. "Der zuständige Förster schreibt an den Polder eine mehrstellige Nummer. Wichtig ist, dass diese nicht beseitigt wird", erklärte der Gast den Waldbesitzern. Im Nachgang gebe es ein Dokument samt Foto zu dem jeweiligen Holzpolder. "Das kann man auch nutzen, wenn Holz mal ungewollt weggekommen ist", sagte Helmut Jachalke.

In Sachen Forstschädlinge konnte er Entwarnung geben. Beim Kiefernspanner gebe es im Bereich Seeben etwas erhöhte Werte, die aber kein Grund zur Sorge seien. Der Eichenprozessionsspinner trete noch vermehrt bei Pretzier auf.

Der Forstamtsleiter wies darauf hin, dass es die bisherigen Waldbrandwarnstufen in dieser Art nicht mehr gebe. Jetzt werde von Waldbrandgefahrenstufen gesprochen, die mit den Ziffern 1 bis 5 beschrieben werden. "Bei der Stufe 5 ist nach dem Anschnitt eines Getreidefeldes ein Pflugstreifen zu ziehen, wenn Wald in unmittelbarer Nähe ist", beschrieb er eine Pflicht.

Helmut Jachalke warb dafür, verstärkt Kiefern zu ernten, die zwischen 95 und 100Jahre alt seien. Im Vorjahr seien in der FBG Heidberg nur 7,4 Hektar aufgeforstet worden. Als Richtwert gelte jedoch ein Prozent der Gesamtfläche: Dies würde gut 12 Hektar entsprechen. Als Unterbau würden sich Douglasien eignen, die mehr als doppelt so viel Holz auf der gleichen Fläche bringen wie Kiefern.

Das Holz der Mitglieder der FBG Heidberg wird ebenso wie das von elf weiteren FBG sowie von vier Privatwaldbetrieben über die Forstwirtschaftliche Vereinigung vermarktet. Deren Geschäftsführer Frank Fischer verwies darauf, dass diese derzeit 82000 Festmeter Holz unter Vertrag habe. Die Hälfte - bei der FBG Heidberg seien es sogar 60 Prozent - würde als Industrieholz vermarktet.

Revierförster Ralf Knapp berichtete, dass der Eichenprozessionsspinner im Bereich Dambeck/Altensalzwedel immer noch vorhanden sei, dagegen im Bereich Schwarzer Weg abgenommen habe. Aufgetreten sei der Kieferndrehrost, der sich durch abgedrehte Triebe zeige. Ein Mittel dagegen gebe es nicht. "Wir hoffen nur, dass sich das wieder verwächst", sagte Ralf Knapp.

Durch das ungewöhnliche Wetter sei wohl in diesem Jahr eine gute Naturverjüngung zu erwarten, fügte er hinzu. Auf diese Weise ließe sich Geld für neue Pflanzen sparen, fügte er hinzu.