Salzwedel l Zur Bürgerversammlung für die Anwohner des Danneilweges hatte Salzwedels Bauamtsleiterin Martyna Hartwich am Donnerstagabend eingeladen. Dabei wurden die Planungen für den dortigen Straßenausbau vorgestellt. "Wir befinden uns derzeit in der Entwurfsplanung. Das ist eine der ersten Phasen, so dass es uns möglich ist, eventuelle Änderungswünsche einzuarbeiten", sagte der Planer Bert Schulze.

Baugrunderkundung und Vermessung seien bereits abgeschlossen. Zunächst legte Bert Schulze die Zahlen für den Ausbau vor. So soll der Danneilweg zwischen Böddenstedter Weg und Dämmchenweg auf einer Länge von 127 Metern grundhaft saniert werden. Von der Gesamtbreite von 7,70 Metern fallen 4,70 Meter für die Fahrbahn und je 1,50 Meter für die Gehwege ab. Die Straße soll eine Asphaltdecke bekommen, die Bürgersteige mit Betonsteinpflaster versehen werden.

Anwohner wollen niedrigere Bordsteine

"Für die Bordanlage haben wir Hochborde mit zehn Zentimetern Höhe vorgesehen", erklärte Bert Schulze. Das stieß bei den meisten Anwesenden jedoch auf Widerstand. Sie sprachen sich mehrheitlich für flachere Rundborde aus. Auch eine im Bauplan vorgesehene Plateaupflasterung von fünf Metern Länge, die zur Verkehrsberuhigung beitragen soll, wurde von den Anwohnern abgelehnt. "Wir wollen ihnen das nicht aufzwingen. Die Aufpflasterung ist damit gestrichen", bestätigte Martyna Hartwich.

Warum denn die Straße überhaupt saniert werden soll, wollten mehrere Anwesende wissen. "Sie haben seit Jahren eine unbefestigte Staubpiste. Der Ausbau ist schon seit Langem vorgesehen", antwortete Martyna Hartwich. Da es sich beim Danneilweg um eine Anliegerstraße handelt, müssen die Anwohner einen höheren Straßenbaubeitrag zahlen, als beispielsweise bei einer Hauptverkehrsstraße. "Wir leben hier seit Jahren und jetzt wollen sie viel Geld für die Straße von uns", sagte eine Anwohnerin. Martyna Hartwich erklärte, dass die Stadt gesetzlich dazu verpflichtet sei, diesen Beitrag zu erheben. Auch bei der Klassifizierung der Straße habe man keinerlei Spielraum.

Für die Bauphase von acht bis zehn Wochen soll der Danneilweg voll gesperrt werden. Im Zuge der Arbeiten wird zudem das Erdkabel für die Straßenbeleuchtung auf eventuelle Schäden überprüft. "Es wäre fahrlässig, dass Kabel nicht anzusehen und dann später wieder alles aufzureißen", so Hartwich.