Der Kuhfelder Sportverein 1949 verlor binnen eines Jahres 24 Mitglieder. Die Vorsitzende Kathrin Vorpahl warb während der Jahreshauptversammlung dafür, Ideen für die Nachwuchsgewinnung zu entwickeln.

Kuhfelde l Spielgemeinschaften stehen auch beim Kuhfelder Sportverein hoch im Kurs. Das Altherren-Team trat zuerst als "WinKakKu" an, einem Zusammenschluss von Kickern aus Winterfeld, Kakerbeck und Kuhfelde. Jetzt würde es sogar "WinKakKuBri" heißen, weil auch noch Brietz dazugehöre, schilderte die Vorsitzende Kathrin Vorpahl in ihrem Rechenschaftsbericht. Im Fußball-Nachwuchsbereich werde mit Lok und Eintracht Salzwedel kooperiert, bei den Männern mit dem Brietzer Sportverein, nannte sie weitere Beispiele. Ohne derartige Zusammenarbeit würde es kaum noch gelingen, Mannschaften mit ausreichend Spielern an den Start zu bringen.

Auch im Handball sei es kein Zuckerschlecken mit den Punktspielen. "Unsere weibliche E-Jugend spielt gegen D-Jugend-Teams, die älter und von der Statur her größer sind. Das ist für sie manchmal ganz schön frustierend", beschrieb Kathrin Vorpahl. Die Frauenmannschaft messe sich im Spielbetrieb lediglich mit Teams aus Klötze und Diesdorf, weil nicht mehr gemeldet seien. Der Kuhfelder Verein müsse zudem 500 Euro Strafe zahlen, weil keine Schiedsrichter gestellt werden könnten.

Die Bogensportler hätten auch im Vorjahr wieder mit guten Leistungen geglänzt. "Schade, dass es nicht mit dem Aufstieg in die Bundesliga geklappt hat. Das wäre es gewesen, das kleine Kuhfelde dort dabei", sagte die Vorsitzende. Allerdings würde in dieser Saison ein neuer Versuch unternommen, dieses Ziel zu erreichen, fügte sie hinzu. So groß sei der Abstand zu den Besten nicht gewesen, bestätigte Abteilungsmitglied Heinrich Filipan.

"Wir haben jetzt auch eine Abteilung Radsport", verkündete Kathrin Vorpahl. Diese habe derzeit mit André Singethan und Dietmar Hellwig zwei Mitglieder. "Wir bereiten uns unter anderem auf den Spreewaldmarathon vor, der etwa 200 Kilometer lang ist", berichtete Dietmar Hellwig. Aber auch an Wettbewerben in Berlin (60 Kilometer) und Hamburg (100 Kilometer) würden die Radler teilnehmen. Interessenten seien jederzeit zum Training willkommen, für das man sich schon etwas motivieren müsse. Denn die Strecke belaufe sich dann auch auf 80 oder 90 Kilometer. "Es hat früher mal in Kuhfelde einen Radsportverein gegeben. An diese Tradition möchten wir anschließen", fügte André Singethan hinzu.

Der Sportverein verfügt derzeit über neun ausgebildete Übungsleiter. Karsten Thomas und Anja Fink hätten im Vorjahr die Prüfungen erfolgreich absolviert, sagte die Vorsitzende. Mirko Dauenheimer habe die Trainerlizenz im Handball erworben. "Wir müssen Sportler finden, die bereit sind, sich zum Übungsleiter oder zum Schiedsrichter ausbilden zu lassen. Sonst haben wir bald richtige Probleme", blickte sie voraus. Wichtig sei es zudem, Nachwuchs zu gewinnen, damit die Mitgliederzahl nicht weiter zurückgehe. Dabei seien die Ideen eines jeden Einzelnen gefragt.