Ein neuer Chefarzt kommt für die Chirurgie am Gardeleger Altmark-Klinikum. In die zwei Häuser in Gardelegen und Salzwedel sollen zusammen vier Millionen Euro investiert werden.

Gardelegen/Salzwedel l Mehr als vier Millionen Euro Investitionen fließen 2014 in die Häuser des Altmark-Klinikums in Salzwedel und Gardelegen. Dies sagte Geschäftsführer Matthias Lauterbach. In Gardelegen entsteht ein Dialysezentrum. Bis zum späten Frühjahr 2015 sollen in Gardelegen 20 Plätze für die sogenannte Blutwäsche entstehen. Die Klinik arbeitet dabei mit Ärzten des Stendaler Nierenzentrums zusammen. Die Gesamtkosten für das Projekt liegen bei zirka 1,4 Millionen Euro.

Die Radiologen bekommen einen neuen Magnet-Resonanz-Tomografen (MRT). Dieser soll ab September im Einsatz sein, um Untersuchungsbilder von Patienten zu erstellen. Inklusive Einbau wird das Gerät etwa 1,5 Millionen Euro kosten.

In den nächsten zwei, drei Wochen soll zudem das neue Blockheizkraftwerk in Betrieb gehen. Die Klinik will damit langfristig Energiekosten einsparen. Dafür werden fast 300000 Euro investiert.

In Salzwedel zieht die Kinderklinik um. Die Arbeiten werden nächste Woche beginnen. Die Klinik soll im Haupthaus untergebracht werden. Mehr als eine Million Euro werden investiert. Der Geschäftsführer zeigte sich optimistisch, dass die Arbeiten bis Ende des Jahres fertiggestellt werden können.

Lauterbach sagte, dass von den Projekten regionale Firmen profitieren. Sie bekommen die Bauaufträge. Er betonte in diesem Zusammenhag die Bedeutung des Klinikums. "Wir sind einer der ganz großen Arbeitgeber für die Region", sagt der Geschäftsführer. Fast 750 Menschen arbeiten für das Altmark-Klinikum. An den beiden Häusern wird nach Tarif bezahlt. "Das finden sie sonst nur in 4 von 47 Kliniken in Sachsen-Anhalt", so Lauterbach.

Positive Nachrichten gibt es auch für die Gardeleger Chirurgie: Ein neuer Chefarzt kommt. Der Mediziner soll künftig die Klinik für Orthopädie, Unfall- und Wirbelsäulenchirurgie leiten. Beginnen könnte er vielleicht schon im Sommer. "Allerdings muss er sehen, wie schnell er aus seinem derzeitigen Arbeitsvertrag rauskommt", sagt Lauterbach. Daher wollte er den Namen auch noch nicht verraten, so der Geschäftsführer.

Mit ihm wird es in Gardelegen wieder Wirbelsäulen-Operationen geben. Dafür soll aber künftig nicht nur der neue Kollege zuständig sein. Geplant ist ein Kooperationsvertrag mit dem Städtischen Klinikum Magdeburg. "Das Haus ist derzeit der Maximalversorger", so Lauterbach. Auch aktuell werden Patienten aus der Region in der Landeshauptstadt behandelt. Künftig könnten Chirurgen aus Magdeburg dann auch in Gardelegen tätig werden.