34 000 Euro sind für Sanierungszwecke in der Fleetmarker Grundschule geplant. Der Großteil ist für die Trockenlegung des Kellers nötig. Dort ist zwar kein Schimmel, aber Salpeter an den Wänden verpestet die Luft.

Fleetmark l Entwarnung in Sachen Schimmel in der Fleetmarker Grundschule: "Fachleute haben dort, wo die Grundschüler ihren Kreativunterricht absolvieren und ihr Mittagessen einnehmen, bei ihren Untersuchungen Salpeterausblühungen festgestellt", informierte gestern Arendsees Bauamtsleiter Gert Reckling auf Volksstimme-Nachfrage. Das sei zwar ein Problem, aber nicht so gravierend wie Schimmelbefall.

"Die Salpeterausblühungen werden behoben und bekämpft", kündigte er an. Laut Kostenvoranschlag sollen dafür mindestens 20 000 Euro nötig sein. Wenn der Arendseer Bauausschuss den Auftrag absegne und der Stadtrat sein Votum dazu gebe, könne saniert werden. In der Zeit müsse dann der Unterricht und die Schulspeisung ausgelagert werden.

Eine generelle Auslagerung der beiden Domizile vom Keller nach oben war der eigentliche Wunsch von Fleetmarks Schulleiterin Karin Falkenhagen. Doch ihre Idee vom Umbau der Ex-Küche ist zu aufwendig und zu kostspielig. "Wir sind froh, dass wir im Haushalt die jetzt bereitstehenden 34 000 Euro festschreiben konnten", so Reckling. Davon müsse die Salpeterbeseitigung einschließlich danach notwendiger Maler- und Fußbodenarbeiten finanziert werden. "Vom verbleibenden Rest können ein Klassenzimmer erneuert und Beleuchtung installiert werden", schätzte Reckling ein. 2013 waren der Fußboden im Lehrerzimmer und einem Klassenraum erneuert sowie Beschattungsrollos an den Fenstern angebracht worden.

Bereits vor einem Jahr hatte Karin Falkenhagen bei einer Ortsbegehung den Arendseer Sozialausschuss auf das Schimmel-Problem aufmerksam gemacht: Die Luft in den als Speisesaal und Kreativraum genutzten Kellerräumen an der Grundschule rieche übel. Der Gestank rühre von zu großer Feuchtigkeit her, die an den Wänden hochsteige. Alles Lüften helfe nichts. Im Herbst 2013 begutachteten Hauptamtsleiter Andreas Koch und Gert Reckling mit dem Gesundheitsamt den Zustand - und gaben ein Fachgutachten in Auftrag.