Michael Lücke ist für weitere sechs Jahre Leiter der Feuerwehr Kortenbeck. Die Mitglieder wählten ihn während der Jahreshauptversammlung am Freitagabend einstimmig wieder.

Kortenbeck. Der Ort Kortenbeck zählt 104 Einwohner – 42 davon sind Mitglied in der Feuerwehr, 21 von ihnen in der aktiven Truppe. Und der Ausbildungsstand kann sich sehen lassen: 21 Truppmänner, 15 Truppführer, 7 Atemschutzgeräteträger, 15 Sprechfunker, 3 Ausgebildete für Technische Hilfeleistung, 3 Gruppenführer, 2 Leiter einer Feuerwehr, 1 Gerätewart und 1 Sicherheitsbeauftragter. "Das ist sehr gut für ein kleines Dorf", sagte Verbandsgemeindewehrleiter Bert Juschus am Freitagabend während der Jahreshauptversammlung lobend. Dies zeuge vom gemeinsamen Streben im Dienste der Feuerwehr. Darauf könne die Truppe um Michael Lücke stolz sein.

In Sachen Ausbildung sei es im vergangenen Jahr etwas ruhiger zugegangen, resümierte der Wehrleiter in seinem Bericht. Ilona Baeck habe die Grundausbildung absolviert und bestanden. Devin Krüger sei als Brandschutzhelfer in der Jugendwehr Langenapel aktiv.

Michael Lücke hob die gemeinsamen Dienste mit den Feuerwehrleuten aus Lagendorf und Schmölau/Holzhausen hervor, ebenso die Funkübung in Billerbeck. "Der Lerneffekt ist so meiner Meinung nach größer und der Spaß an der Sache auch." Doch die Teilnahme müsste sich noch verbessern. "Nur wenn man das nötige Wissen besitzt, kann man anderen helfen und selbst gesund nach Hause kommen", appellierte er. Die Aktiven sind im vergangenen Jahr dreimal alarmiert worden. Zweimal wurde der Einsatz abgebrochen, sie mussten nicht mehr ausrücken. Einmal brannte eine Strohpresse. Aber als sie ankamen, sei diese auch schon gelöscht gewesen "und wir konnten mit trockenen Schläuchen wieder heim".

Bei den Feuerwehr-Wettkämpfen mischten die Kortenbecker in 2010 ganz vorn mit. Beim ersten Ausscheid auf Verbandsgemeinde-Ebene holten sie sich den ersten Platz. Markus Kolb hat beim 100-Meter-Hindernislauf den zweiten Platz belegt. "Er ist immer eine Bank für Erfolge. Und er kann sich darauf verlassen: Wir werden ihn immer unterstützen", sagte Michael Lücke und fügte schmunzelnd hinzu: "Wenn die Männer mal versagen – er ist immer vorne an." Beim Wettstreit um den Gemeindepokal Dähre belegte das Mix-Team Kortenbeck/Dähre einen zweiten Platz. Nicht ganz so erfolgreich seien die Feuerwehrleute beim Preisschießen in Warpke gewesen. Aber an dieser traditionellen Veranstaltung nehme man gern teil, so Lücke und dankte für die Zusammenarbeit.

Das Dorffest, für das auch die Brandbekämpfer verantwortlich zeichnen, wird in diesem Jahr ein ganz besonderes werden. Denn dann soll auch das 85-jährige Bestehen der Wehr gebührend gefeiert werden, blickte Lücke voraus.

Seit der Umstrukturierung im Zuge der Gebietsreform sei nun ein gutes Jahr vergangen. Es sei viel neues gekommen, dem sich die Wehr Kortenbeck auch gestellt habe, so der Wehrchef. Er dankte Winfried Arndt, in der Verbandsgemeinde mit zuständig für Feuerwehren. Durch ihn sei vieles unbürokratisch zu regeln. "Wir sehen uns als Teil vom Ganzen, wollen uns so gut wie möglich einbringen", sagte Michael Lücke.

Worte des Dankes auch von Winfried Arndt. Die Zusammenarbeit mit den Wehren sei gut gelaufen. Zudem würden sie erkannt haben, dass nicht jede Wehr alles brauche, sie aber mit dem Vorhandenen umgehen können müsse. Die Befürchtung, dass mit dem Trägerwechsel ein Fahrzeugroulette einsetzt, sei reine Panikmache und wirke unmotivierend, so Arndt.