"Spektakulum Kaulitzium" hieß es gestern bei den zweiten Langobardenfestspielen in der Wohngruppe Kaulitz. Fünf Mannschaften der LeBe GmbH Mechau traten in sechs Disziplinen an. Den Wanderpokal gewann das Gastgeber-Team.

Kaulitz l Bogenschießen mit und ohne Adler, Baumstamm- und Hinkelsteinwerfen, Eisenringzielen und Wikingerschach standen gestern Vormittag bei den Langobardenfestspielen in Kaulitz auf dem Programm. Die Kaulitzer Wohngruppe hatte andere Einrichtungen der LeBe (Leben mit Behinderung)-GmbH aus Mechau, Wustrow und Klennow eingeladen. Den Odin-Wanderpokal gewann das Gastgeber-Team um Betreuer Klaus Wolf. Zweite wurden die Vorjahressieger aus Klennow, Dritte die Gruppe Wustrow, Vierte Mechau und Fünfte die Außenwohngruppe.

Auftakt war der Aufmarsch aller Teilnehmer in Langobardenkostümen. "Willkommen zu unserem zweiten Spektakulum Kaulitzium," empfing sie Hausleiter Andreas Haß. "Kämpft sportlich fair und stärkt euch am Kesselhaus", gab er den Frauen und Männern mit auf den Weg.

Bevor die Stationen in Angriff genommen wurden, erwärmten sich die Kohorten - so die Bezeichnung der Teams mit jeweils vier Aktiven und einem Betreuer - beim Wikingertanz.- Dabei mussten die Gegner auf einem Bein hüpfend und mit angewinkelten Armen angerempelt und umgeschubst werden.

In dem Haus Kaulitz , einem Gehöft mitten im Dorf, leben seit 2007 zwölf Bewohner mit Mehrfachbehinderung zwischen 18 und 60 Jahren. Sie werden betreut von sechs examinierten Mitarbeitern und einer Köchin. "Seit der Einweihung haben wir den Teich, die Blockhütte, den Lehmbackofen und das Kesselhaus gemeinsam angelegt", informierte Andreas Haß. Die Idee dazu und zum Langobardenfest lieferte die Anlage in Zethlingen.

"Anliegen unseres Festes ist der sportliche Wettstreit, aber vor allem die Stärkung des Sozialverhaltens und des Zusammengehörigkeitsgefühls", so Haß. Das sei ebenso zielführend wie sonst Bewegungs- und Arbeitstherapie. Letztere absolvieren die Bewohner im Wald und zur Saison auch im Strandbad Arendsee.

 

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