Am Sonntag, 27. April, gibt es in Winterfeld zum 40. Mal einen "Start in den Frühling". Die Laufbewegung von einst hat sich zu einer beliebten Traditionsveranstaltung entwickelt.

Winterfeld l Selbst kühne Optimisten wie Siegbert Klaffer aus Winterfeld, der den Anstoß für diese besondere Aktivität mit gegeben hat, hätten das nicht für möglich gehalten. Zum 40-Jährigen blickt er in die Geschichte zurück.

Er erinnert daran, dass die Laufbewegung in den 1970er Jahren auch in Winterfeld einen beachtlichen Auftrieb erfahren habe. "Unter der Leitung der damaligen Sportgemeinschaft (SG) starteten im Frühjahr 1975 fast 100 Läufer - meistens Schüler, aber auch zahlreiche Erwachsene - um die Meile, etwa 2000 Meter, zu laufen. Das war der Anfang der Winterfelder Laufbewegung, die von Jahr zu Jahr immer mehr begeisterte Anhänger fand, für die verschiedene Läufe organisiert wurden wie Silvestermeilenlauf mit Karpfenverlosung, Frühlingslauf, Rund um ,Feine Sache` und vieles mehr", berichtete der einstige SG-Vorsitzende Siegbert Klaffer.

Winterfelder Läufer seien in Magdeburg, Stendal, Tangermünde, beim Kreissportfest in Kalbe/Milde sowie beim Gedenkstättenlauf quer durch den Bezirk Magdeburg gestartet. Letzterer habe am 8. Mai, dem Tag der Befreiung, stattgefunden.

Seit dem 2. April 1978 heißt der Frühlingslauf in Winterfeld übrigens "Start in den Frühling". Von diesem Zeitpunkt an bis zur Wiedervereinigung hätten auch Pferdesportler am Saisonauftakt teilgenommen. Die Sektion habe Ernst-Jürgen Schulz aus Quadendambeck geleitet.

Am 1. September 1980 gründete Siegbert Klaffer die "Laufgruppe Winterfeld". In dieser seien etwa 20 Läufer vereint gewesen, die an einheitlichen blauen Trikots mit Rückenlogo "Schneemann" sowie sonnengelben Hosen immer leicht zu erkennen gewesen seien, schildert der Winterfelder.

Weniger Läufer, dafür immer mehr Radler

Die Zahl der Läufer sei in den vergangenen Jahren ständig zurückgegangen, während die der Fahrradfahrer stark gestiegen sei, weiß das Sportvereinsmitglied. Im Durchschnitt seien jährlich 150 Teilnehmer beim "Start in den Frühling" dabei gewesen, vom Vorschulkind bis zum über Achtzigjährigen. Zu letzteren gehörten Frieda Fuhrmann aus Recklingen, Eva und Adolf Krause aus Baars und die Winterfelderin Margarete Koslowski.

Mehr als 300 Mitglieder waren und sind in Winterfeld im Sportverein organisiert. Das sei jeder Zweite, freut sich Siegbert Klaffer. Er erinnert sich gern, dass der Ort am 1. Oktober 1988 als "Sportliches Dorf" ausgezeichnet wurde. Dafür gab es eine Urkunde, einen Pokal und 500 Mark für Sportgeräte.

Hans-Joachim Schwerin aus Recklingen, von 1990 bis 2010 Vorsitzender des Sportvereins, sorgte mit dafür, dass weiter in den Frühling gestartet wurde. Er brachte neue Ideen ein wie eine Tombola, Spielangebote für die Jüngeren und eine Hüpfburg zum Toben. Das hat dafür gesorgt, dass sich auch Familien mit ihren Kindern den Termin vormerken.

Diesmal geht es am Sonntag, 27. April, um 9.30 Uhr auf dem Sportplatz in Winterfeld los. Die Radfahrer würden die bekannte Strecke von Winterfeld über Recklingen, Baars und am "Plattensee" vorbei zurück zum Ausgangspunkt zurücklegen, schildert Siegbert Klaffer. Hannelore Schwerin sei wiederum für Erfrischung, Obst und Getränke zuständig. Die Läufer und Walker würden 2000 Meter absolvieren, bei Bedarf auch mehrmals. Am Ziel gebe es den begehrten Trimm-Taler, auf dem jedes Jahr ein anderes Motiv zu entdecken sei. Fürs 40-Jährige werde es zudem beschriftete Kugelschreiber geben, macht der Winterfelder auf den Besuch neugierig.

Nach dem Aktivsein wird es zum geselligen Beisammensein übergehen. Für eine gastronomische Versorgung wird gesorgt sein, so dass zu Hause nicht gekocht werden muss. Bei der Tombola und am Glücksrad gibt es viele Preise zu gewinnen. Darum kümmert sich Sylvia Milde.

Siegbert Klaffer hofft, dass viele Sportler zur 40. Auflage kommen. Denn sie wollen dem Winterfelder Leitspruch gerecht werden, der heißt "Sport treiben - gesund bleiben".