Herrliches Frühlingswetter und ein Ostermarkt mit vielen Angeboten: Hunderte Besucher kamen am Sonntag ins Freilichtmuseum Diesdorf.

Diesdorf l "Es ist ja schon voll", staunte Alexandra Schneider von der Havelländer Puppenbühne, kurz bevor sich der Vorhang hob. Nicht nur auf den Bänken, auch draußen auf dem Rasen hatte es sich das Publikum bequem gemacht. Gemeinsam verfolgten sie die Geschichte von der gestohlenen Krone der Blumenfee und dem Glöckchen des Zwergs Wurzel, ohne die es doch nicht Frühling werden kann. Zum Glück kann der Kasper beides wieder beschaffen.

Als Anziehungspunkt erwiesen sich auch die Tänze der Deelenpetter, für die das Publikum begeistert applaudierte. Mehrere hundert Besucher waren da schon ins Freilichtmuseum gekommen, nicht nur aus dem Altmarkkreis Salzwedel. Die Kennzeichen wiesen auch auf Gäste aus Wolfsburg, Lüneburg und dem Landkreis Gifhorn hin.

Die ersten kamen pünktlich zur historischen Schulstunde, in der sie von Heinz-Günter Klaas nicht nur lernten, wie sich die Schüler zu Beginn des vorigen Jahrhunderts vorschriftsmäßig zu melden hatten, sondern auch, wie sich der jeweilige Name in der damals üblichen Sütterlin-Schrift schrieb. Beim Lehrer besonders beliebt waren damals übrigens diejenigen, die ihre Mitschüler verpetzten oder dem Herrn des Rohrstocks eine ordentliche Portion von der jüngsten Hausschlachtung mitbrachten, verriet Klaas seinen "Schülern".

Gesungen wurde nicht nur zum Abschluss der historischen Schulstunde, sondern auch zu den Liedern der Dannefelder Folkloregruppe Hoahnenfoot. Viele Gäste, die den Liedern von Andreas, Kerstin und Friederike Finger zuhörten, sangen - meistens sehr textsicher - mit.

Die Besucher schlenderten durch die Häuser des Museums und bummelten über einen kleinen Markt, auf dem es Kräuter, Buntes aus Wolle, Marmeladen, Leinen, Schmuck aus Steinen und kunstvoll verarbeitetem Holz und mehr gab. Für die kleinen Besucher wurden im Obstgarten immer wieder kleine süße Überraschungen versteckt.

   

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