Starke Regenfälle haben am Dienstagnachmittag Teile von Lüdelsen für kurze Zeit unter Wasser gesetzt. Die Feuerwehr war im Einsatz, um Keller auszupumpen und Schlamm von den Straßen zu räumen.

Lüdelsen l So eine Sturzflut haben die Lüdelsener noch nicht erlebt. Es ist 15.59 Uhr am Dienstagnachmittag, als sich der Himmel schwarz färbt und ein gewaltiger Gewitterguss auf den kleinen Ort niedergeht. Binnen Minuten fällt so viel Regen, dass die Kanalisation die Wassermassen nicht mehr fassen kann. Die Dorfstraße verwandelt sich in einen einzigen See.

Besonders betroffen ist der Mehmker Weg. Hier bahnen sich die Wassermassen ihren Weg von den höher gelegenen Feldern in Richtung des Grundstücks von Familie Peters. "Bis über den Bord ist das Wasser selbst bei starkem Regen nie gekommen", berichtet Mario Peters. Doch diesmal ist alles anders. Die schlammige Brühe überwindet das Hindernis mühelos und läuft in Vorgarten, Hof und Keller. Mit Sandsäcken verhindern die Bewohner geistesgegenwärtig Schlimmeres.

Einsatz bis 22.30 Uhr

Die Lüdelsener Feuerwehr ist den ganzen Dienstagnachmittag und -abend im Dauereinsatz. Zunächst musste die Dorfstraße von Wasser und Schlamm geräumt werden. Gegen 18 Uhr war die Verbindung wieder problemlos befahrbar. Lediglich freigespülte Gehwegsteine und Schäden an einigen Straßeneinläufen kündeten noch von der Wucht des Wassers. Im Mehmker Weg dauerten die Säuberungsarbeiten länger. Letzte Station für die Kameraden war das Grundstück von Alfred Peters. Auch hier stand der Keller unter Wasser, der abgepumpt und vom Schlamm befreit wurde. Christoph Elfert, Tino Lembke, Fabian Liebich, Sina Borchert und Steve Peters waren bis 22.30 Uhr im Einsatz.

Jübars Bürgermeister Carsten Borchert wurde während einer Sitzung des Kultur- und Sportausschusses des Kreistages in Salzwedel über die Überschwemmung informiert. "Aber ich konnte ja vor Ort selbst überhaupt nichts tun", bedankte er sich bei den Lüdelsener Wehrleuten für ihren Einsatz. Glücklicherweise sei kein Mensch zu Schaden gekommen.

Borchert kündigte an, sich mit dem Altmarkkreis in Verbindung zu setzen, der als Baulastträger für die Straße Jübar-Lüdelsen zuständig ist. Dabei werde es nicht nur um die Beseitigung von Schäden, sondern auch um die Säuberung der Fahrbahn gehen. Denn auch zwischen beiden Orten flossen die Wassermassen über einen Hohlweg runter auf die Straße und hinterließen jede Menge Schmutz.

   

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