Rutsche und Wasserspielgärten im Strandbad Arendsee sollen mit Verbrauchsmessern ausgestattet werden. Sie sind reparaturbedürftig. Über den Kauf des neuen Rettungsbootes und weitere Anschaffungen informierte GmbH-Chef Michael Meyer die Stadträte. Doch alle Auftragsvergaben sind gestoppt.

Arendsee l "Jetzt wird der Winterdreck beseitigt und alles für die Saison vorbereitet", erklärte Geschäftsführer Michael Meyer von der Luftkurort Arendsee GmbH am Mittwochabend beim Rundgang durch das Strandbad. "Dabei sind auch die Schäden an der ohnehin in die Jahre gekommenen Rutsche und den Wasserspielgärten bemerkt worden", berichtete er weiter vor den Mitgliedern von Wirtschaftsförderungs- und Eigenbetriebsausschuss. Wasserhähne seien gestohlen worden.

"Das sind die Schattenseiten eines auch im Winter für Spaziergänger geöffneten Bades", schätzte er ein. Nun müsse zusätzlich Geld für Reparaturen in die Hand genommen werden. "Entweder lassen wir die Anlage zu oder wir installieren eine Videoüberwachung", schlug er vor.

Dann informierte er die Stadträte über den Einbau von Verbrauchsmessern an Rutsche und Wasserspielgärten. "Wegen des eingeführten Wassercents haben wir jetzt die Rechnung vom Landesverwaltungsamt über 26 000 Euro bekommen, weil wir das Seewasser benutzen", sagte er. Doch bei der Verbrauchsberechnung sei das Land von fiktiven statt tatsächlichen Mengen ausgegangen, die an 150 Tagen flossen. "Unser Schwimmmeister hat neue Berechnungen angestellt, und diese Zahlen melden wir, nachdem wir Widerspruch eingelegt haben", so Meyer.

Ratsherr Jörg Liestmann zweifelte die Notwendigkeit von Spezialmesstechnik an. "Es reichen auch einfache Wasseruhren, die günstiger im Preis sind", meinte er.

Meyer informierte weiter über den Kauf des neuen Rettungsbootes, das das von 1984 stammende ersetzen soll, die Zusammenarbeit mit dem neuen alten Strandgaststättenwirt Udo Matuschek sowie den geplanten Ausbau der Hauptstraße auf dem Campingplatz.

Aber sämtliche Auftragsvergaben, die dann der Eigenbetriebsausschuss vornehmen wollte, wurden gestoppt. Da die Beschlussvorlagen erst an dem Abend vorlagen, wurden auf Vorschlag von Eigenbetriebsleiter Gert Reckling und Stadtrat Thomas Schlicke die Punkte 3 bis 13 von der Tagesordnung gestrichen. "Wir müssen das erst in den Fraktionen beraten", so Schlicke. Pikant: Einige der Dinge sind bereits gekauft worden. Für den Straßenbau auf dem Campingplatz war Submission. "Die Stadträte können nicht einfach übergangen werden", kritisierte er.

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