Bei der Ortschaftsratssitzung am Dienstag in Brunau wurden zahlreiche Investitionen besprochen. Die Wichtigste betraf die Sanierung der Plather Straße.

Brunau l Die Sanierung der Plather Straße in Brunau soll noch in diesem Jahr beginnen. Der genaue Baustart ist allerdings noch unklar. Im Juli sollen die Bewohner bei einer Anliegerversammlung über den fälligen Straßenausbaubeitrag informiert werden. "So wie es im Moment um die Planungen steht, kann es mit den Bauarbeiten losgehen", heißt es aus dem Bauamt der Stadt Kalbe. Etwa 214000 Euro soll die Sanierung der Straße kosten. Das sei aber nur die geschätze Summe, informierte Bauamtsmitarbeiterin Kerstin Schulz.

Nach der Vermessung der Straße habe das zuständige Planungsbüro den ursprünglichen Betrag von knapp 300000 Euro nach unten korrigiert. Die genauen Zahlen würden sich aber erst nach Ende der Ausschreibung ergeben. Auch Fördermittel aus dem Dorferneuerungsprogramm seien bereits beantragt, der Bewilligungsbescheid stehe aber noch aus, erklärte Schulz weiter.

Zudem sei eine Ortsdurchfahrtsvereinbarung abgeschlossen worden, da es sich bei den Bauarbeiten um eine gemeinsame Maßnahme der Einheitsgemeinde Kalbe und des Altmarkkreises Salzwedel handele. Die Plather Straße ist eine Kreisstraße, deshalb müssten Kreis und Einheitsgemeinde die Sanierung gemeinsam angehen.

Fehlende Informationen sorgen für Unmut

Für Unmut sorgte während der Sitzung des Ortschaftsrates vor allem der schlechte Informationsfluss zwischen dem Stadtrat Kalbe und dem Ortschaftsrat Brunau. Bei der Einwohnerfragestunde stand die Frage nach einem möglichen Baubeginn im Raum, auf die Ortsbürgermeister Ulrich Melzian keine Antwort geben konnte.

Auch mit der geplanten Regenentwässerung waren nicht alle Ortschaftsratsmitglieder einverstanden. Denn die Straße An den Elsen, die bereits saniert wurde, müsste auch über die Plather Straße entwässert werden. Dies wiederum hätte zur Folge, dass die Straße tiefer ausgeschachtet werden müsse, was eventuell höhere Baukosten zur Folge hätte, vermutete Ratsmitglied Ortrun Cyris.

Die Gemeinde Brunau plant in diesem Jahr weitere Baumaßnahmen, beispielsweise an der Sportlerklause. Diese soll für 80000 Euro ein neues Dach bekommen. 30000 Euro an Fördermitteln sind dafür bereits zugesagt worden, teilte Ulrich Melzian mit. Außerdem sind neue Meldeempfänger für die Freiwillige Feuerwehr im Wert von 1500 Euro geplant.

Die Sanierung des Daches der Grundschule in Brunau ist dagegen auf das Jahr 2015 verschoben worden, da keine Fördermittel zur Verfügung stehen. Auch die Pfeiler und die Fensterbänke der Grundschule die eigentlich schon im vergangenen Jahr erneuert werden sollten, sind noch nicht fertig. Sie sollen zusammen mit einem neuen, helleren Anstrich der Fassade in Angriff genommen werden.