Salzwedel l "Gute Arbeit, soziales Europa": Unter diesem Motto stand die Maikundgebung, zu der der Kreisverband Salzwedel des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) am gestrigen Donnerstag in den Burggarten eingeladen hatte. DGB-Kreisvorsitzende Christa Schindler verwies darauf, dass ohne Werktätige nichts geschaffen werden könne. Allerdings müsse weiter um eine angemessene Entlohnung gekämpft werden.

Oberbürgermeisterin Sabine Danicke sagte, dass sie froh sei, dass man mit dem einzuführenden Mindestlohn von 8,50 Euro je Stunde schon ein Stück weitergekommen sei. Allerdings gebe es trotz aller errungener Erfolge keine Gerechtigkeit, fügte sie hinzu und meinte damit die beschlossenen Ausnahmen, für die solch ein Lohn nicht zu zahlen sei.

Patrick Schreiner vom DGB-Bezirk Niedersachsen-Bremen-Sachsen-Anhalt sagte: "Nie ist es wichtiger gewesen, die Stimme für ein sicheres Europa einzusetzen." Die Arbeitslosenquote befinde sich vielerorts auf einem Rekordniveau. Die Jugendarbeitslosigkeit in Spanien und Griechenland liege bei 60 Prozent. Löhne würden gesenkt, indem neue Firmen gebildet werden. Er verwies zudem darauf, dass das Einführen von Hartz IV fast zehn Jahre her sei. "Durch diese falsche Politik ist kein einziger Arbeitsplatz entstanden", merkte Patrick Schreiner an. Er verwies darauf, dass es vielen Unternehmen gut gehe. "Es gibt keinen Grund, die Beschäftigten mit Almosen abzuspeisen. Wer ordentlich verdient, kann ordentlich ausgeben", sagte der Gast und forderte, dass es keine Ausnahmen vom Mindestlohn geben dürfe.

Auch Thomas Mühlenberg, Gewerkschaftssekretär von Verdi, schloss sich dieser Meinung an. Das vorliegende Papier zum Mindestlohn sei "nicht akzeptabel". "Mit dem Festlegen von 8,50 Euro je Stunde ist Deutschland ein Stück weit in Europa angekommen, aber immer noch Mittelmaß", fügte er hinzu.

Gewerkschaften, Parteien und Verbände kamen an ihren Ständen mit den Besuchern ins Gespräch. Für Musik und Tanz war gesorgt.

 

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